30.11.2017 Mir fällt keine passende Überschrift ein 😊

Geschrieben in Snells Beach

Am nächsten morgen rödelten die Meisten schon wieder gegen 5 Uhr durch die Gegend und das obwohl Doug in seiner abendlichen Ansprache am Vortag extra an die Frühaufsteher appelliert hat, die Geräuschkulisse vor 7 Uhr auf ein Minimum zu beschränken. Manche sind sich wirklich immer die Nächsten und scheren sich überhaupt nicht um ihre Mitreisenden. Gemeinsam mit Reis, Cathy, Julian, Tim und einem niederländischen Päärchen frühstückten wir, packten im Anschluss unser Hab und Gut zusammen und brachten zur letzten Etappe nach Whakapapa Village auf.

Ein kurzer Abstecher in die Vergangenheit

Eine alte Unterkunft von 19 Hundert

Kurz vor dem Erreichen des Whakapapa Villages passiert jeder Tramper die in der Region bekannten Wasserfälle. Einige Touristen plantschen dort unten herum, aber uns war es dort viel zu voll. Statt also unten am Wasserfall ein Bad zu nehmen, legten wir unsere Rucksäcke und Klamotten oberhalb am Flusslauf auf eine Steingruppe und sprangen kurzerhand dort in die Fluten. Man, war das kalt, ey! Es gab sogar einen Miniwasserfall, unter den wir alle schwimmen konnten. Kaum waren wir aus dem Wasser hinausgekrochen, fing es plötzlich an zu Regnen und so wurden wir in der letzten halben Stunde noch einmal schön nass.

Auf den letzten Metern trafen wir noch traditionell Idan, verabschiedeten uns wünschten im noch eine gute Zeit in NZ. Auch ihn luden wir nach Deutschland ein und umgekehrt. Nachdem wir unsere Rucksäcke gegen frische Klamotten getauscht hatten, schlichen wir uns auf Empfehlung von den beiden Ganoven Julian und Tim auf deren Campingplatz und kochten dort gemeinsam Chili sin Carne. Die beiden hatten sich die letzten Tage auf dem Hut und zwischendurch nur von Pasta mit Pesto ernährt und auch sonst ist das ihre Hauptmahlzeit auf Reisen. Da Kathi und ich eh gekocht hätten, haben wir unsere Sparfüchse zum Essen eingeladen und Julian spendierte zum Essen eine Runde kühles Bundaberg Ginger Beer. Danke dafür.

Curry und lecker Ginger-Beer gab’s als Stärkung:D

Mit gefüllten Bäuchen nutzen Kathi und ich die Gunst der Stunde für eine heiße Dusche und fühlten uns mit frischen Unterhosen wie neu geboren, denn eine für 4 Tage wandern muss reichen:D. Wir verabschiedeten uns, wünschten Gute Reise und krochen leise und still wie wir gekommen waren durch die Büsche zurück auf unseren Parkplatz. Im Bongo hingen wir die nassen Sachen zum Trocknen auf. Besonders zart und angenehm war der Rosenduft der Socken, Schuhe und Funktionswäsche…gerne denke ich daran zurück.

Der Zündschlüssel steckte und auch nach 4 Tagen Ruhepause war Bongo wieder ohne Murren aus seinem Winterschlaf erwacht. Unser Ziel für die Nacht war der schöne Campingplatz in Taupo, auf dem wir zuvor schon ein paar Tage genächtigt hatten. Fazit: Die gesamte 4-tägige Tour war jeden Cent wert und wie immer steht und fällt eine Reise mit den Bekanntschaften, die man schließt und die gemeinsam erlebten und geteilten Ereignisse. Auch, wenn man mit seinen Hüttenbewohnern nicht die gesamte Strecke gelaufen ist, entwickelt man sich im Hut zu einer harmonischen Gruppe und das macht diese 4 Tage unvergesslich.

 

Ach ja, unsere Doppelabbuchung-Problematik hatte sich in den 3 Tagen natürlich nicht geklärt. So schleppten wir das Problem weiter mit uns…

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