22.11.2017 Frikos als Geschenk

Geschrieben in Matapouri

Aufbruchsstimmung. Nach den erholsamen Tagen in am Strand fuhren wir  ins Inland. Unser Ziel war die „Republic of Whangamomona“. Diese Republik liegt am Vergessenen Highway (Forgotten World Highway) und wurde in unserem Geburtsjahr aus Trotz gegen Entscheidungen von der damaligen Regierung von den ansässigen Farmern gegründet. Der vergessene Highway ist ganz und gar nicht vergessen, denn es gibt immer noch einige Touristen, die die kurvenreiche Route durchs Inland wählen.

Mt. Egmont im Hintergrund

In New Plymoth mussten wir unseren kleinen Kühlschrank noch mit ein wenig Proviant auffüllen und kamen im Supermarkt an der Fleischtheke vorbei. Wobei „vorbei“ bedeuten würde, wir hätten die Theke mit den unverschämt leckeren Wurstspezialitäten passiert. Nein, hängen geblieben ist definitiv der treffendere Ausdruck. Wenn ich mir „Duft“ grafisch vorstelle, kräuselt sich die Luft über dem leckeren Geircht und der Wind treibt den Geruch durch die Szene. Und so suchte sich auch der unwiederstehliche warme Schinkenbraten den Weg in unseren Riechkolben. Prompt landeten 100g in unserem Einkaufswagen und wir genossen den saftigen Braten bei unserem Mittagspicknick

Der Schinkenbraten war weltklasse

In Whangamonona parkten wir Bongo im Schatten von einer kleinen Kirche und schlenderten in den Saloon, denn mit wehendem Graskuglen und aufgewirbeltem Staub hat es hier vor 20 Jahren bestimmt noch Duelle und Teer und Federn gegeben. Im Saloon spielte niemand Klavier und auch die Revolver durften in unseren Halfern am Gürtel bleiben😉. Wir bestellten uns einen Kaffee und setzten uns draußen an die Durchgangsstraße.

In der Hotelrezeption gibt’s neben Bier und Mahlzeiten,
auch den offiziellen Stempel in den Reisepass

Am Forgotten World Highway fanden wir auch unsere Schlafstätte. DasOhipane Reserve bietet auf einer 3 fußballfeldgroßen Wiese ausreichend Stellfläche für Camper. Unser Stück Land lag oberhalb der Bootsrampe und bot einen shönen Blick auf die schroffen Felswände am -Fluss. Bekanntlich dauert es auf einem Campingplatz nicht lange bis Herr und Frau Nachbar interessiert über den Campingplatz laufen und wie der Zufall es so will, an unserem Camp stehen bleiben. Herr und Frau Nachbar, in unserem Fall zwei Kiwis, die auf dem Weg zum größten Radrennen Neuseelands waren, waren äußert Gesprächig und teilten sich gerne mit. Das besagte Event findet zufällig am kommenden Wochenende in Taupo statt, unser Ziel für’s Wochenende:D. Unterdessen brutzelten unsere Kartoffeln , es war ja schon Abendbrotzeit, vor sich hin  und die Frikos waren auch bereits in der Pfanne. „Da bekomm‘ ich ja glatt Hunger“ sagte Frau Nachbar beim Umdrehen und Kathi brachte ihnen zum Abendbrot 4 deutsche Frikadellen in ihr Wohnmobil. Mit gutem Gewissen schliefen wir ein und freuten uns auf den nächsten Tag in Taupo.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.