22.10.2017 Queenstown – die Urlaubsregion der Neuseeländer

Geschrieben in Franz Josef

Ausgestattet mit Indoorskitrampolinen, Kartbahnen, Erlebnisbad und vieeeelem mehr ist Queenstown zentrale Anlaufstelle für Familien, da hier auch bei schlechtem Wetter kein Wunsch der Kids unerfüllt bleibt. Ein Musikladenbesitzer erzählte uns, dass 90% der Touristen Neuseeländer sind und für diese Zielgruppe hier eine Ferienanlage nach der Anderen aus dem Boden sprießt. So richtig begeistert war er von dieser Idee nicht, obwohl auch in diesem Rahmen das aktuell laufende Jazz-Festivals ihm mehr Kunden einbringt. Aber ich kann ihn verstehen. Wer das Einzugsgebiet von Queenstown gesehen und die Helikopter gehört hat, kann sich vorstellen, wie begehrt und populär diese Region ist. Aber ich muss zugeben: es ist wirklich schön. Für Natursportler ein Eldorado mit Mountainbikestrecken, Wanderrouten, Kayakmöglichkeiten und nahegelegenen Skigebieten im Winter. Doch unsere Kayaks sollten heute keine U-Boot-Ähnlichen Erfahrungen sammeln, da der Wind das Wasser nicht wenig aufwiegelte. Unsere erste Anlaufstelle war die St. Peters Church in der Church Street, die sich heute mit jazzig gekleidetem Pastor sowie jazzigen Gottesdienst präsentierte. Der Priester saß, wie sich nachher herausstellte, auf dem kleinen Rasen vor der Kirche und wurde von Kathi versehentlich für ein Bandmitglied Jazz-Band gehalten:D. Doch es gab nur eine Ein-Mann-Band am Piano und wir mussten grinsen als der Pastor mit Hut und modischer Brille die Kirche betrat. Begleitet wurde der Gottestdienst vom Pianisten und Komponisten Mark Wilson aus der Stadt. Schon als wir die Kirche betraten, klimperte er, trank sich einen Kaffee to go und quatschte mit seiner Frau. Das wirklich besondere an Mark war, dass die Tasten, die Noten, die Umgebung also nichts sehen konnte. Mark war ein blinder Pianist. Okay, jetzt mag man denken: Steve Wonder war auch blind, aber einen Blinden live zu sehen ist doch etwas ganz anderes und es hat uns sehr berührt ihn so aufgehen zu sehen😊. Die Messe handelte von der Macht und der Allgegenwärtigkeit der Musik, die sie auf fasten jeden Menschen ausübt. Aber auch auf Tiere. Wir waren uns sicher, uns nicht verhört zu haben, denn der Priester erzählte von einem Gitarristen, der von seinem Hund singend begleitet wird. Wo dieses Duo auf vielen asiatische SD Karten gespeichert wird ist uns untergegangen, denn einer anglikanischen Messe auf Englisch folgen ist schon was anderes. Aber es war cool. Erster Amtsgang nach der Messe: Klo. Im Anschluss schlenderten wir auf der Promenade entlang, sahen ein Hochzeitspäärchen aus Asien mit angefütterten Enten vor der schönen Kulisse für Erinnerungsphotos posieren. Scheint populär zu sein, denn viele Päärchen lassen sich in Neuseeland knipsen. Dann erreichte uns Musik. Schöne Musik mit Gesang. Der Wind verhinderte, dass die Musik gut zu hören war, was aber zu hören war das Gejaule eines Hundes. Lachend und mit schnellen Schritten gingen wir der Musik entgegen und fanden tatsächlich einen Musiker auf einem Stuhl und seinen zotteligen Bobtail neben ihm auf dem Boden liegen. Eine kleine Mauer schirmte den Wind ab und so hatten die beiden ein sonniges Plätzchen. Es war richtig witzig. Nach Applaus quatschten wir ihn, den Musiker nicht den Hund, an und besorgten ihm einen leckeren Kaffee vom Patagonia.

 

Video Hund

 

Wir setzten uns auch ins Patagonia, denn es war Wochenende, also Kaffeeeeee- und Genusszeit (Mami und Didä würden sagen: Appelgebaak 😉). Im Patagonia, eigentlich bekannt für sein leckeres Eis, quatschten wir mit ein paar jungen  Áu Pair Mädels aus Deutschland, die sich jeder zwei Kugeln Eis gegönnt haben. Nicht, dass Kathi nicht auch 2 Kugeln hätte verschlecken können, aber der Coco’s Empfehlung stand als nächstes auf der Tagesordnung. Wer in Queenstwons ist, muss einen Furg-Burger gegessen haben“ hat Coco uns mit auf den Weg gegeben. Danke dafür, denn die 30 Minuten Wartezeit haben sich mehr als gelohnt. Mit meinem Big Al und Kathis Southern Swine in Tasche gingen wir zügig zu den Queenstown Gardens, um bei entspannter Jazzmusik im Rosengarten den Burger zu genießen.

 

Schutz vor dem Regen
Bester Burger der Welt,:)
Der Big Al in seiner vollen Pracht

Im Anschluss und gut gesättigt brachen wir auf zu einem weiteren Konzert im Green Village (Grünen Dorf). Eine afrikanische Raggaeband heizte die Stimmung nach der lateinamerikanischen Vorband, richtig auf und wir tanzten für 1,5h auf einer Mauer.

Uh Baby, schwing dein Teil
Lotta, wir haben richtig an Dich gedacht:)
Tee zu Jazz und Regen, was kann’s da Besseres geben

Für 18 Uhr hat Kathi einen 50% Rabatt-Gutschein im Internet für‘s „Rehab“ ergattert. So aßen wir in mitten der Tanzdenen noch unser Abendessen. Es war lecker, aber für den regulären Preis zu teuer. Die Nacht verbrachten wir wieder am Shotover, allerdings an einem etwas tiefer gelegenen Spot.

Unser

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