31.03.2017 Vietnam: Check – Kambodscha: Here we come

Geschrieben im Hi Siem Reap Deluxe in Siem Reap

Nach einer für mich sehr unruhigen Nacht, weiß der Geier wieso, holte uns der Bus pünktlich um 12 Uhr am Hostel ab und wir brachen auf zum Hafen von Pho Quoc. Gemeinsam mit 2 Finnen (50 Jahre) und einem Franzosen (60 Jahre) setzte sich unsere kleine Reisegruppe in Bewegung auf die Fähre. Zahlreiche Einheimische mit ein paar vereinzelten westlichen Gesichtern starrten auf die Bildschirme der Fähre. Ununterbrochen und mit gefühlt maximaler Lautstärke lief der vietnamesische Florian Silbereisen für 2h Stunden Fährfahrt! Gut, dass viele Einheimische selbst Kopfhörer trugen😃. Ich hatte neben Magenbeschwerden auch noch Kopfschmerzen, die durch die Musik nicht zwingend vermindert wurden. Die Überfahrt gestaltete sich problemlos und wir erreichten ohne Zwischenfälle Ha Tien. Dort wurden wir von irgendwelchen Fremden in Empfang genommen, die aber offensichtlich mit dem Reisebüro von Pho Quoc zusammen arbeiteten. Unsere Reisegruppe nahm an einem Tisch platz. Jeder sollte ein Passphoto, seinen Reisepass sowie seinen Impfpass vorlegen. Alles schön und gut, nur wusste ich nicht auf Anhieb, wo sich Passphotos und Impfpass verstecken. Während alle Anderen schon fleißig ihre Unterlagen ausfüllten, kramte ich in meinem Portemonnaie nach den Photos. An der sonst üblichen Stelle waren sie aber nicht. Auch in unserer Reisemappe für sonstige Unterlagen nicht. Na klasse, Timo. Meinen Impfpass hatte ich am selben morgen noch aus dem großen Backpack herausgeholt und in meinen Kulturbeutel gepackt. Wieso auch in meinen Kulturbeutel, ich kam in diesem Moment nicht auf den Kulturbeutel. Nachdem ich die Photos doch im Portemonnaie hatte, meinen Impfass aber immer noch nicht finden konnte, bot der Fremde an, einfach Noras alten Impfpass dem Doktor vorzulegen. Er würde sich die Namen sowieso nicht anschauen! Man kann sich also denken, wie wichtig ein Impfpass für die Einreise nach Kambodscha ist! Dann wurde mir wieder klar, dass der Impfpass im Kulturbeutel liegt. Die Mädels hatten alles Griffbereit! Wie soll es auch anders sein, die altern Streber :D.

Der Grenzübergang von Ost- nach Westberlin sah bestimmt ähnlich aus

Weiter ging es zur Grenze Vietnams. Von dort aus liefen wir über Niemandsland zur kambodschanischen Grenze. Unsere Pässe hatte der Fremde immer noch bei sich und reichte sie den wenig Burn-Out gefährdeten Männer. Mit hochliegenden Füßen gingen sie ganz entspannt ihrer Arbeit nach. Allzu viele Touristen scheinen über diesen Landweg offensichtlich nicht nach Kambodscha einzureisen. Um dem Hunger auf der bevorstehenden Busfahrt entgegenzuwirken spazierten wir mit unseren Pässen über die Grenze und aßen eine leckere Suppe, wie wir sie aus Vietnam kannten.

Nachtisch für die Mädels: Dumpling gefüllt mich Schweinehack. Essbar 😀

Um 15:30 Uhr kam der Bus und wir fuhren weiter Kampot. Dort setzten wir die Finnen und den Franzosen ab und stiegen in einen weiteren Bus nach Sihanouk Ville um. Der Sleeping-Bus nach Siem Reap fuhr um 7:30 Uhr von Sihanouk Ville aus los. Da wir aber so spät dran waren, erwartete uns dieser im Niemandsland mitten auf der Hauptstraße nach Sihanouk Ville. Nachdem wir unsere Backpacks verstaut hatten bezogen wir unsere Schlafkabinen. Die Betten waren für durchschnittlich gewachsene Europäer nicht ausgelegt. Dennoch waren sie erstaunlich bequem. Kathi und ich teilten uns eine Koje, Nora lag bei einer gastfreundlichen Einheimischen. Nach einer Gesamtreisezeit von 21h kamen wir endlich in Siem Reap an.

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