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25.10.2017 Ein gut genutzter Regentag

Geschrieben bei richtig Regen (Kathi, wo hast Du den Beitrag denn geschrieben;))

Anders als am Vortag weckte uns kein Sonnenschein, sondern das Trommeln der Regentropfen auf dem Autodach. Wir nahmen uns also vor an einem anderen Ort zu frühstücken und fuhren erst einmal los. Vorbei an Lake Hawea und Lake Wanaka sollten sich einige Stops, laut Wikicamps, auf dem Highway 6 wirklich lohnen. Trotz des Regens machten wir uns beim ersten Stop auf den 10 minütigen Weg zu den ‚Blue Pools‘. Mit einigermaßen guter Laune stapften wir also über den matschigen Wanderweg und über eine Hängebrücke zu den vielversprechenden blauen Pools. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Trotz des Regens strahlte das Wasser in einem Türkis-Ton, wie man ihn sonst nur aus den klassischen Urlaubskatalogen von Tui oder Neckermann kennt. Aber schaut selbst:

Blaues Wasser vom allerfeinsten
Frisch entsprungen aus der Vulkaneifel, mit besten Mineralien

Bei schönerem Wetter wären wir wohl glatt hineingesprungen 😊 Doch Wikicamps hatte noch einige andere Stopps für uns auf Lager und so hießen unsere nächsten Stopps Wasserfall 1 und Wasserfall 2 *Juchey*. Heute haben wir einen schönen Vergleich gefunden: Die Wasserfälle hier sind wie die Tempel in Asien – irgendwann hat man sich satt gesehen. Doch bei dem Wetter hatten wir sowieso nichts Besseres zu tun und bei Regen werden Wasserfälle ja bekanntlich imposanter 😉

Unsere Route führte uns entlang des kleinen Städtchen Haast, wo wir am Visitor Center einen kurzen Mittagsstopp einlegten und mal wieder kniffelten 😀

Wraps- DIE Allzwecknahrung

Auf dem Weg zu unserem Campground für die Nacht machten wir noch kurz Halt an einem schönen Dünen-Walk, bevor wir dann unser Nachtlager aufschlugen, kochten und ins Bett gingen.

01.10.2017 WikiCamps kann einiges: deutsches Brot, Eiscreme & Pinguine!

Am Morgen ging es fuer uns in eine, durch WikiCamps empfohlene, deutsche Baeckerei in der wir uns mit einem guten Roggenbrot austatteten. Nach einem Schwaetzchen mit den Besitzern, schlenderten wir ueber den Farmers Market (Bauern Markt) und konnten ein paar Schnaeppchen machen. Der Spaziergang durch die Stadt bot doch mehr als wir erwartet hatten uns so liefen wir durch alte Gassen mit Ateliers und fanden das erste ‚Steampunk Museum‘, das wir bis dato gesehen haben.

Ein Farmers Market ohne Live-Musik ist kein richtiger Farmers Market!
Steampunk-Lokomotive
Vor dem Steampunk Museum
Historisches Fahrrad in Oamaru

 

 

 

Ein kurzer Besuch in der Kirche während einer Maori -Messe

 

Als naechstes Stand dann ein weitere WikiCamps Tipp auf dem Programm: Es war dort als ‚Huge Ice Cream‘ (grosses Eis) eingetragen und versprach riesige Kugeln Eis, fuer einen kleinen Preis. Und die Kommentare hatten nicht zu viel versprochen! Man konnte entweder 1 grosse Kugel fuer 3$ oder 2 grosse Kugeln fuer 3,50$ nehmen. Na was haben wir wohl genommen?!

Natuerlich die grosse Portion!

Mit vollem Eiscream-Magen fuhren wir dann zu den Moeraki Boulders, einer besonderen Steinformation, bei dem wirklich ganz runde grosse Steinbrocken am Strand lagen.

Erstmal nen Tee!

Ein paar sind über die Jahre nicht ganz heile geblieben…

Schon faszinierend, was die Natur da geschaffen hat! Da es noch recht frueh war entschiedenen wir uns einen kurzen Track in einem kleinen Ort zu machen: sehr idyllisch! Wieder einmal durch WikiCamps, entdeckte ich noch ein weiteres Reserve bei dem man Yellow Eyed Penguins (Gelbaugenpinguin) und Seerobben sehen sollte. Und obwohl das Schild an der Einfahrt zur 3 km langen Schotterstrasse sagte, dass das Reserve um 17:30h schliessen sollte (es war mittlerweile 18h) fuhren wir zum besagten Standpunkt. An einem Leuchtturm und somit auf einer Klippe gelegen fuehrte ein kleiner Wanderweg in des Reserve hinhein. Nach nicht einmal 10 min Fussweg sahen wir den ersten Pinguin in freier Natur und vor allem ohne ‚Rush‘. Man sah noch seine Watschelspur im Sand, die er hinter sich hergezogen hatten, als er aus dem Wasser geklettert war.

Da isser! In voller Pracht: Ein Gelbaugenpinguin!
Und seine Watschelspur.
Klein-Gelbaugenpinguin-Familie auf dem Heimweg

Der Katiki Reserve Leuchtturm

Und die Robben waren natürlich auch am Start

Direkt daneben schliefen ein paar Robben und in der naechsten Bucht sahen wir sogar ein Weibchen und Maennchen, die Richtung Schlafplatz unterwegs waren. Auf der anderen Seite der Klippen spielten Seerobben in den Felsloechern, die wie Pools fuer die Robben dienten. Wir beobachteten das ganze ‚Wild Life‘ um uns herum und machten uns nachdem die Daemmerung eingebrochen war auf dem Weg zum Van. Uebernachtet haben wir unter Baeumen direkt am Meer im Katiki Beach Reserve Rest Stop.

30.9.2017 Watschelnde Pinguine in Oamaru

Aufbruch vor dem Fruehstueck zu einem schoenen Platz am Lake Ohau.

Gemütlich in der Sonne chillen…
Tedde war auch mit dabei
Ein außergwewöhnlicher Damm: „Don’t cross when flood!“

Die fahrt fuehrte uns entlang des Ohau Canals an dem wir viele Angler sahen, die die Lachse versucht habe zu fangen (auch in diesem Kanal gab es Lachsfarmen). Dieser Weg ist auch der Radweg des Alps-to-Ocean-Trail (Alpen zum Meer Radweg), der vom Mount Cook entlang an wunderschoenen Seen nach Oamaru fuehrt. Fuer uns ging es aber erst einmal nach Omarama (geile Namen hier :D), wo wir uns einen Kaffee in der prallen Sonnen goennten und unsere naechste Route planten. Da das Cafe direkt am Highway lag kamen viele Reisende vorbei und so trafen wir eine Motorrad-Truppe und einen Oldtimer-Fahrer aus Wanaka, die uns Tipps fuer unsere Route gaben. Nach all den Tipps entschieden wir uns doch erst ueber die Ostkueste zu fahren und so war das erste Ziel: Oamaru. Wir fuhren also genau dieselbe Strecke, wie die des Radweges entlang und es stellte sich heraus, dass die Strecke eine der bisher schoensten in NZ sein sollte. In Oamaru ging es dann direkt zu einem empfohlenen Tipp: Blue Penguine Colony! Dort angekommen wurden wir von dem kommerzialisierten Pinguins Reserve enttaeuscht, bei dem sie 30$ haben wollten, um bei Einbruch der Dunkelheit aus einem Stadium die Kolonie zu beobachten, wie sie in der Bucht zu ihren Nestern watscheln. Dank WikiCamps lasen wir jedoch, dass die Pinguine auch vor dem Reservoire die Strasse ueberqueren, um zu ihren Brutstaetten zu gelangen. Also warteten wir bis zum Einbruch der Dunkelheit und unsere Geduld sollte sich bezahlt machen: Wir sahen immer wieder einzelne Pinguine ueber die Strasse watscheln und konnten unser Glueck kaum fassen 😀 So suess!

In den 1 1\2 Std. Watschelten die Pinguine ueber die kleine Strasse und sahen dabei aus als haetten sie etwas gestohlen 😀 😀 😀

Stolz, kein Geld fuer die Abzocke bezahlt zu haben, machten wir uns auf den Weg zu unserem Nachtlager.

29.9.2017 Kiwis und ihre Backpacker-unfreundlichen Manieren

Der Morgen begann mit windigem und regnerischen Wetter, aber Gott sei Dank, gab es auf dem DOC Campground einen Shelter (einen Raum) in dem man Kochen, Spuelen und Sitzen konnte.

Geschützt vor Wind und Wetter.

Der Start in den Tag war also gerettet und wieder einmal realisierten wir wieviel Glueck wir am vorherigen Tag mit dem Wetter hatten. Wir nutzten das regnerische Wetter um das Besucher Zentrum mit eigenem Museum zu besuchen. Danach brachen wir nach Twizel auf, mit der Idee unsere ganzen elektronischen Devices in der Bibliothek dort aufzuladen. Falsch gedacht! Angekommen in der Twizel Library (Bib) war das laden von jeglichen elektronischen Geraeten nicht erlaubt K Manchmal stellen die Kiwis sich aber auch zimperlich an…naja. Dann eben nen leckeren Kaffee in einer Cafe Bar bestellt und dort gefragt, ob wir die Steckdose nutzen duerfen: „Klar kein Problem!“ Geht doch! Bei dem leckeren Kaffeechen buchten wir auch glatt unseren ersten Great Walk. Es gibt bestimmte Wanderwege, die ueber mehrere Tage gehen und vom DOC (Department of Conservation) als besonders schoen ausgezeichnet wurden. Diese Great Walks sind dadurch natuerlich am beliebtesten und ihre Huts (Uebernachtungshuetten) schnell ausgebucht. Bei uns sollte es der ‚Tongariro Northern Circuit‘ sein und somit buchten wir fuer die Tage vom 27.11.-30.11. unsere Hut-Paesse 🙂

Wir beendeten den Tag mit einer Sporteinheit in Twizel und fuhren danach zu einem nahegelegenen Campground am Lake Ruataniwha (koennt ihr nicht aussprechen?! Wir auch nicht :D). Nach einem leckeren Thai Curry ging es dann ins Bettchen.

28.9.2017 Eisschollen, Gletscher und das Glueck mit dem Wetter

Am naechsten Morgen wollten wir als aller erstes Toiletten aufsuchten. Wir haben zwar keine Toiletten gefunden aber an einem Damm war eine Lachs-Farm zu sehen. Sehr interessant wie entlang des Kanals die Gitter aufgebaut sind.

Einen Toilettenstop machten wir dann am Lake Pukaki Lookout. Eigentlich sind die Lookouts immer ganz nett, aber dieser bot wirklich einen fantastischen Blick auf den riesigen See und dem Mount Cook im Hintergrund.

Glitzer blaues Wasser…
Noch mehr glitzer blaues Wasser!
Schnell ein Foto machen bevor der nächste Asian-Invasion-Bus kommt!
Tedde wollte natürlich auch ein Foto vom Lake Pukaki

Das Etappenziel des Tages lautete: Mount Cook, neuseelands hoechster Berg! Wir fuhren die ganze Strecke entlang des Lake Pukaki und kamen nach 1 Std. Fahrt im Mount Cook Doerfchen an.

 

Spiegelglattes Wasser…

Endlich angekommen!

Der Track dem wir dort machen wollten, startete direkt am Campground.

Der Hooker Valley Track fuehrte 3 Stunden return durch einheimischen Busch, Mountain Lillies (Berg Lilien), Felsformationen und 3 Haengebruecken direkt zum Ausblick auf den Mount Cook. Als wir unseren Trip starteten liefen wir geradzu in windiges und regnerisches Wetter. Bei starkem Wind ueber Haengebruecken zu gehen ist schon ein komisches Gefuehl, aber der Ausblick auf die starken Fluten unter uns war umso besser. Wir wussten bis dahin zwar, dass der Mount Cook der hoechste Berg Neuseeland’s ist, als wir aber nach 1 1\2 Std. Das Ende des Tracks erreichten blieb uns kurz die Spucke weg! Wir blickten auf einen Schmelzsee mit Eisschollen und kleinen Eisbergen…und als haette Gott es extra fuer uns so eingerichtet, stand Mount Cook wolkenlos vor uns. Die Sonne schien und wir hatten wirklich einen sehr seltenen klaren Blick auf den gesamten Berg. Trotz des Windes genossen wir bei heissem Tee und (aus der Baeckerei mitgenommenem) Walnuss-Aprikose-Feigen-Brot die unglaubliche Umgebung.

Was ist das? Das ist blaues Eis! Und was macht es? Es leuchtet blau!
Ein Monument für alle verunglückten Bergsteiger des Mt Cooks.
Berg Lilien! Bitte nicht anfassen!
Der Wind hat gut geweht…

Eischooollleeeen
Schaut euch die Farbe des Wassers an! Einmalig der Schmelzsee.

Tada!

Eine der drei Hängebrücken, die wir überquerten.
Ganz allein auf der Hängebrücke!

Und noch eine Hängebrücke

Auf dem Rueckweg versuchten wir dann das gesehene zu verarbeiten und konnten es kaum glauben einen richtigen Gletscher und das ‚blaue Eis‘ gesehen zu haben. In dieser Nacht goennten wir uns den doch etwas teureren DOC Campground fuer insgesamt 26$.

Mt. Cook bei Nacht

27.9.2017 Ein unfreiwilliger Badegang im Lake Tekapo

Nach einer weiteren Nacht am Rastplatz und einer kleinen Dehneinheit am Morgen hatten wir den Plan mit unseren Kayaks auf dem Lake Tekapo zu paddeln. Das Wetter war perfekt: Sonne, fast kein Wind! Also los! Parken konnte man direkt am Wasser. Kurzer Hand war alles abgeladen und vorbereitet:

Kayaks & Paddel -> Check

Life Jackets -> Check

GoPro + Sicherungsseil fuer GoPro -> Check

Ab ging es auf’s Wasser. Das sonnigen, warme und windstille Wetter machten die Szenerie auf dem See mit den schneebedeckten Bergen wirklich perfekt. Wir paddelten bei spiegelglattem Wasser entlang des Ufers, schossen ein paar Bilder mit der GoPro und genossen die unfassbare Umgebung.

Bestes Wetter! Glasklares Wasser!
YES! Ganz alleine auf dem Lake Tekapo <3
Das muss man festhalten.
Hoch die Paddel…
Schaut euch den Ausblick an!

Als ich gerade die GoPro sicher verstaut hatte passierte dann das Unglueck: Ich kippte mit dem wackeligen Kayak um und konnte gar nicht so schnell gucken, da lag ich schon im eiskalten Wasser :O Nachdem ich den ersten Shock des kalten Wassers verdaut hatte, rettete ich die GoPro „Ich hab die GoPro, ich hab die GoPro!“ Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, ich koennte mich ja am Boot festhalten, bis Timo rief „Kathi das boot geht unter, das Boot geht unter!“ Ich hatte mich also trotz Schwimmweste festgehalten und so war natuerliche Wasser in das umgekippte Boot gelaufen 😀 Es drohnte wirklich zu sinken. Im allerletzten Moment konnte ich das Boot wenden und schlimmeres verhindern. Aber an ein ins Boot klettern war nicht zu denken, dafuer was es schon zu vollgelaufen. Timo hatte in der Notsituation dann ‚die‘ Idee und sollte benutzten wir das Seil womit wir die GoPro gesichert hatten dafuer, mein Boot und mich abzuschleppen und zum Rand des Sees zu ziehen. Es war sooooo kalt, aber die Hauptsache war, dass wir mit dem Boot heile ankommen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir so maximal 150 Meter vom Ufer entfernt und brauchten ca. 5 Minuten (die sich wie eine halbe Stunde anfuehlten) bis wir angekommen waren.

Nach kurzem Aufwaermen in der Sonne musste ich dann direkt wieder ‚auf den Gaul steigen‘ damit man den Schock verarbeitet und zurueck ging es mit etwas wackeligen Knien 😀 zu unserem Anlegeplatz am Bongo.

Das Wetter war war wunderbar und so probierte ich mal unsere Campingdusche aus, die man in der Sonne aufwaermen kann.

Erstmal ne Dusche nach dem Schock 😀
Klappt super unsere Camping Dusche!

Fazit: mega praktisch, kostenlos und sogar das Haare Waschen klappt! 🙂

Dann genossen wir die Sonne am See und hatten richtiges Strandfeeling, da es so schoen warm war. Spontan entschlossen wir uns an diesem spaeten Nachmittag zum nahe gelegenen Lake Pukaki weiterzufahren, den wir bis dato gar nicht auf dem Schirm hatten. Er war nochmal um einiges grosser als der Lake Tekapo und das tolle war, dass man rund um den See Campen durfte (natuerlich kostenlos). Schoener Ausklang des Abends bei Sonnenuntergang und leckerem Essen.

Gitarre spielen bei Sonnenuntergang! Wie ramontisch!
Da geht er hin…
Nachtlager am Lake Pukaki
Mit Bongo finden wir immer die schönsten Plätze

26.9.2017 Und wenn der Regen kommt, dann muessen wir schleunigst weg!

Am fruehen Morgen gegen 5:30h hoerte Timo ploetzlich den Regen. Noch nie hatten wir so schnell den Van wieder zur Fahrt bereit gehabt, wie in diesem Moment. Ich bin raus und hab die Strecke gecheckt und Timo um die Pfuetzen herumgeleitet. Die Ausfahrt war der tricky Teil und somit nahm Timo Schwung mit Bongo und fuhr die Schraege Auffahrt hoch. Auf halbem Wege drohte Bongo stecken zu bleiben und ich stemmte meine ganze Kraft gegen das Auto und versuchte schlimmeres zu verhindern. So gerade eben hat Bongo es geschafft auf die Strasse zu kommen, bevor es anfing in Stroemen zu regnen 😀 Glueck gehabt!!! Wir fuhren zu einem Rastplatz kurz vor Tekapo und schliefen nochmal bis 9:30h ein. Wach geworden sind wir dann mit blauem Himmel und ohne Sandflies 🙂 . Der Rastplatz lag an einem kleinen Bach umgeben von Bergen und Feldern. Nach einem gemuetlichen Fruehstueck wollten wir dann die Gegend von Lake Tekapo besichtigen und wanderten den ‚Lake Shore Mount John‘-Walkway. Wie der Name schon sagt, fuehrte uns der Weg entlang des Ufers hoch zum Mount John von dem man einen 360 Grad Ausblick auf die Umgebung hatte. Der See, die Berge: unfasslich!

Kein Filter! Der See ist wirklich so blau!
What a view! Und das bei strahlendem Sonnenschein!
Whoop whoop!
Es ging gut bergauf…
Oben angekommen, muss man erst einmal die Aussicht genießen.
Gelungener 3 Std. Walk

Auf der Spitze des Mount John befand sich ein beruehmtes Observationscentrum + 4 grossen Teleskopen mit denen der suedlichen Sternenhimmel beforscht wird. Wusstet ihr eigentlich, dass man hier den Sternenhimmel genau andersherum sieht?! Unglaublich oder?!

Nach 3 Std. Wandern kamen wir wieder in Tekapo an, goennten uns waehrend eines kurzen Schauers einen Kaffee und machten dann Sport vor dieser schoenen Kulisse. Timo konnte es sich nicht nehmen lassen und sprang nach dem Sport ins eiskalte Seewasser.

Tödödödödödödödö Uuuuuh TimO!

 

24.9.-25.9.2017 Das verlorengegangene Bodyboard und die Franzaken ;)

Unser erster Stop war ein schoener Campground an einem kleinen Flusslauf (Bowyers Stream) an dem wir eine stuermische Nacht verbrachten. Wir hatten abends nach dem Abendessen ausnahmsweise unser Bodyboard unter den Van gelegt und schon sollten wir dafuer am naechsten Morgen bestraft werden: das Board war durch den Sturm weggeweht worden. Ein paar franzoesische Jungs fragten uns, ob wir ein Bodzboard vermissen und als wir es bejahten sagte der eine, dass es gegen sein Auto ‚gesmashed‘ und dann weggeflogen waeren „Must be in Chch by now!“ 😀 Haha, Pech gehabt dachten wir uns, bis die Franzosen nach dem Tanken ploetzlich mit unserem Bodyboard ankamen, welches sie am Strassenrand gefunden hatten 😀 Bis auf ein paar Kratzer war es ganz geblieben und wir heil froh, dass es wieder da war (dafuer haben die Franzaken erst meinen leckeren ‚Marie Bollen‘ (wie Mini Windies mit Erdbeeren) aus der Copenhagen Bakery geschenkt bekommen J

Es ist zu uns zurück gekehrt!
Morgendliches Aufbrechen. Sieht Bongo nicht gut aus?!
Kurzes Fotoshooting in Stavley

Weiter ging es zu den Sharplin Falls, wo leider der Track abgerutscht war und wir nicht bis an die Wasserfaelle herangekommen sind. Aber kein Problem, wir hatten noch so viel anderes auf dem Plan, so dass wir direkt weiter gezogen sind.

Wie ihr seht, seht ihr nichts. Die Schrift für den Track war wohl mal überklebt…
Ausläufer der Sharplin Falls

Naechster Halt: Lake Tekapo! Wir fuhren die ‚Scenic Route‘ entlang und ueber den Burkes Pass und mussten uns doch ein wenig darueber wundern, wie rau und trist das flache Land Neuseelands ist. Aber wie wir vorher schon erfahren hatten, haben die Menschen nunmal alles an ‚native Bush‘ abgeholzt und nun sind weite Landstriche frei von jeglichen einheimischen Pflanzen. Davon muss sie die Natur erst einmal erholen…

Angekommen am Lake Tekapo waren wir so beigeistert von der wunderbar gruen-tuerkisen Farbe des Wassers! WOW!

Das Dorf Tekapo erinnerte uns an ein Dorf in einem Skigebiet und war ausschliesslich fuer Touristen gebaut worden. Umgeben von Bergen kam richtig Urlaubsstimmung auf. Da das Campen um den See erlaubt war, suchten wir uns einen Stellplatz an einem wunderbaren Spot in einem ausgetrockneten Flussbett. Nach einem kurzen Boden-Check auf matschigen Untergrund bauten wir unser Lager auf und sammelten bei einem Spaziergang zum Wasser Holz fuer unser geplantes Bonfire (Lagerfeuer)

Kleiner Walnut-Apricot-Fig-Brot Snack bevor es auf Holzsuche geht.
Direkt was gefunden.
Vollgepackt mit tollen Sachen…

 

 

Seht ihr die schneebedeckten Berge?! :O
Erstes eigenes Lagerfeuer auf unserem Roadtrip!
Eins unserer Klassiker: WRAPS!
Soll mal einer sagen, wir leben nicht gesund…
Ich habe Feuer gemaaaacht!

Nachdem Abendbrot ging es etwas mulmig ins Bett, da wir wussten, wenn es anfangen wuerde zu regnen, muessen wir ‚sofort‘ raus aus dem Flussbett, denn der Boden war ziemlich lehmig und drohten zu sehr aufzuweichen…und stecken bleiben wollten wir mit dem Bongo ungern.

21.05.2017 Seelöwen, Fächerschwanz-Spatzen und ein Hike, den wir nie vergessen werden

Hier bei Lawrence geht’s uns wirklich ziemlich gut. Für 4 Stunden am Tag bekommen wir die gesamte Verpflegung und dürfen auch noch in einem echten Hippie Haus wohnen. Und das mit diesem Ausblick:

Wir können es manchmal echt nicht glauben, dass so unsere Reise in Neuseeland begonnen hat. Na gut, wenn einem nach 4 Stunden Streichen fast der Arm abfällt, dann fragt man sich doch manchmal, was man da gerade tut. Ein Blick über die Schulter zum Meer genügt aber, um genau zu wissen wofür man es tut. Einen Platz an der Sonne…am weltberühmtesten Nationalpark, mit den so angepriesenen schönsten Wanderwegen in ganz Neuseeland, wenn nicht gar auf der ganzen Welt (ist ja bekanntlich immer Ansichtssache 😉). Davon wollen wir uns aber selbst ein Bild machen und hatten für die nächsten Tage einen Day-Walk (Tageswanderung) geplant. Da wir aber mit dem Streichen und der Reinigung der Häuser noch einiges zu tun hatten, haben wir die Nachmittage und Abende mit Sport sowie der Ausbesserung unseres Bongos gefüllt:

 

Am 19.05.2017 haben wir dann aber früh morgens angefangen mit dem Streichen, sodass wir unseren gesamten Nachmittag frei hatten und zu den nahegelegenen „Wainui Falls“ geradelt sind. Schnell waren die Drahtesel von Lawrence gesattelt und schon machten wir uns auf den Weg zum Wasserfall:


Nach ca. 10 min Fahrt waren wir auch schon angekommen. Lawrence hatte uns gebeten die Fahrräder nicht am Parkplatz stehen zu lassen und mit auf den Wanderweg zu nehmen, da sonst die Gefahr bestünde, dass sie geklaut werden. Ich hatte von allerhand Diebstählen schon in der Facebook-Gruppe für Backpacker in Neuseeland gelesen, in der jede Woche ein Beitrag zu finden ist, bei dem jemand sein geklautes Auto postet, um es mit viel Glück vielleicht doch noch wiederzubekommen. Unvorstellbar eigentlich, oder? In Australien haben wir manchmal nicht mal das Auto abgeschlossen (Ich erinnere hier gerne an Timo Glotzkowski und Martin V., die grundsätzlich einen ihrer Schlüssel im Zündschloss stecken gelassen und den anderen im Ersatzrad verstaut haben 😃). Hier werden jede Woche verschlossene Autos entweder aufgebrochen oder gar ganz geklaut. Klopfen wir auf Holz, dass das mit unserem Bongo nicht passieren wird. Die Versicherung würde zwar dafür aufkommen, allerdings möchten wir ungern unsere ganzen anderen Habseligkeiten verlieren.
Der Wanderpfad der Wainui Falls führte am Ufer eines großen Wasserausläufers vorbei. Irgendwie erinnerte uns das ganze an einen bestimmten Ort in Australien, na wisst ihr welcher (Timo, Martin, Schorsch?!)?


Endlich waren wir mal bei vernünftigen Wanderwegen angekommen. Es gab Ausschilderungen und der Weg war nicht durch angesammelten Müll der letzten Touristen gegenzeichnet. Wir genossen die klare, frische Luft und wussten gar nicht wo wir zuerst hinsehen sollten. Auf das ganze Pflanzengrün, den mitreißenden Bach oder die seltsamen Vogelarten, die sich hier so rumtreiben.

Über eine Hängebrücke gelangten wir dann an den letzten Teil des Weges der geradewegs zum Wasserfall führte.

Da es die Tage zuvor gut geschüttet hatte (und zwar, wie aus Eimern 😉), erwartete uns ein gewaltiger Wasserfall. In Asien wollten wir ja, wenn möglich, immer gern schwimmen gehen. Diesmal dachten wir uns eher…“Neeee, lass mal…“ 😃 zum Einen war es viel zu kalt, zum Anderen hatte der Wasserfall eine so gewaltige Kraft, die hätte uns direkt weggespült 😃 Damit ihr euch das besser vorstellen könnt:


Ein erster cooler Ausflug also für uns. Zurück ging es dann mit unseren Drahteseln den Berg hinauf. Abends schaut wir dann in einer Bar im Nachbarort („The Penguin“) Rugby und genossen den Abend mit einem Cider und Bier (ja Timo hat wirklich das „Local Draft“ = Lokales Bier aus dem Zapf getrunken).
Am nächsten Morgen starteten wir unsere Tages-Wander-Tour um 9h. Von unserem Hippie Haus aus hatten wir einen 4-6 Stunden Walk vor uns, der je nach Wetterbedingungen und Schrittgeschwindigkeit die Dauer bestimmt. Lawrence Grundstück zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Häuser sehr „einsam“ liegen, sodass keine Fußgänger oder andere Gäste am Haus vorbeispazieren. Dies liegt daran, dass jedes Haus sein eigenes kleines Plateau auf einem Berg hat. Wie ihr euch dann sicherlich vorstellen könnt, sind die Straße zu jedem Haus ziemlich steil. Das Hippie Haus liegt weiter unten und so mussten wir zunächst den gesamten Berg hochwandern. On Top befindet sich Lawrence sogenannter „Happy Place“…ihr dürft euch selbst ausmalen, was das wohl bedeutet mag 😉. Hier der Ausblick vom Happy Place:

Weiter ging es dann über eine Weide zum eigentlichen Startpunkt des Wanderweges. Bis dahin waren wir schon 2km unterwegs. Jetzt könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie groß Lawrences Grundstück ist.

Unsere erste Station war Totaranui, wo der Abel Tasman Coast-Track direkt an der Küste beginnt. Ca. 45 Min. braucht man dorthin. Aufgrund des Regens begegneten wir immer mal wieder kleinere Bachströmungen (Schuhe ausgezogen und zack durchgewattet) oder gar Schlamm, Steingeröll oder hinab gerutschte Pflanzen, die wir überqueren mussten.

Unglaublich an der Natur Neuseelands ist, dass hier alles vereint zu finden ist. Neben tropischen Pflanzen, wie Lianen oder Palmen finden man Laubbäume, Tannen oder Weiden, die an den Niederrhein bzw. an Deutschland erinnern.

Auf der einen Seite blickt man auf das offene Meer und auf der anderen schaut man ins einmalige grün des Nationalparks.

 


Immer mal wieder führte der Wanderweg am Strand entlang. Nach den ersten zwei Stunden regnete es, weshalb wir uns entschieden eine Pause an der ersten Picknickstation zu machen die auf unserem Weg lag. Ein ausgeschriebener Campingplatz der eine Picknick Area mit Baum-Überdachung hatte kam da gerade recht.

Im Sommer würde sich dieser Platz wunderbar als Campground anbieten, doch im Winter wäre das einfach zu kalt ohne entsprechende Ausrüstung. In den kälteren Monaten bieten sich dann die sogenannten „Huts“, also Wanderhütte inklusive Campingmatratze zu Verfügung gestellt bekommt.
Wenn man in Neuseeland Wanderungen auf den ausgeschriebenen Tracks macht und übernachten möchte, ist man verpflichtet die Übernachtungen vorher beim „Department of Conservation“ (kurz DoC) zu buchen.

Nach der kurzen Pause mit dem Blick auf das Meer, ging es dann für uns im Regen (Gott sei Dank nieselte es nur) weiter. Nach einem kurzen Weg durch den Dschungel gelangten wir dann an eine Bucht mit großen Felsen und Steinen, über die wir klettern mussten. Als Timo sich umdrehte sah er ein paar Seelöwen in der Bucht. Leider konnten wir sie nur aus der Ferne beobachten, aber selbst das war für uns schon etwas Besonderes. Nie zuvor hatten wir Seelöwen in freier Natur gesehen. Nach einer Weile entschieden wir aufgrund des Regens weiter zu gehen. Wir hätten noch Stunden dort sitzen können, aber Wind und Wetter ließen das nicht zu. Als wir dann am Strand weitergingen sahen wir plötzlich zwei der Seals auf uns zu schwimmen. Konnte es sein, dass sie uns verfolgen. Als sie dann vor uns halt machten und neugierig aus dem Wasser zu schauten, wussten wir, dass sie mindestens genauso neugierig waren wie wir. Sie kletterten dann auf die Felsen vor uns und beobachteten uns 😃 Ehrlich gesagt, war das einer dieser Momente in denen man nicht fassen kann, was gerade passiert.


Schweren Herzens mussten wir irgendwann weiter und ließen Plott und Plotterchen (die Namen kamen mir beim Anblick der Beiden einfach in den Sinn) zurück. Gefolgt sind sie uns noch bis wir wieder in den Dschungel einbogen und nicht mehr am Strand wanderten. Wir strahlten noch bis zum nächsten interessanteren Punkt auf unserer Route: dem Separation Point. Lawrence hatte uns vorher erklärt, dass diese Landzunge sogenannt wird, da sie die Golden Bay von der Tasman Bay abgrenzt und sich oftmals das Wetter auf der anderen Seite des Punktes schlagartig ändert.

Kaum hatten wir diesen Punkt überwunden, strahlte uns die Sonne entgegen. Ein weiteres Mal ging es am Strand entlang, bevor wir dann einen kurzen halt an der Whariwarangi Hut machten.


Diese Hütte bietet Platz für 20 Camper und 20 Schlafmöglichkeiten im Inneren. Es gab kalte Duschen, WCs und Spülplätze. Richtig cool. Aber die Übernachtung hätte sich für uns nicht gelohnt, da wir von dort aus in 2 Stunden zurück an unserem Hippie Haus waren. Den letzten Abschnitt unserer Tageswanderung kannten wir schon und wusste, dass es nur noch leicht bergab ging. Perfekt also zum Ausklang des Tages.

Wir kamen passend zum Sonnenuntergang in der kleinen Wainui Bay an und freuten uns auf unser Kaminfeuer und einem heißen Tee in unserem Wohnzimmer.

Die Tage vergehen hier wie im Flug. Jeden Tag gibt es etwas anderes zu tun und vor allem noch viel zu erleben. Nachdem wir ein paar Tage mehr Stunden gearbeitet haben, müssen wir uns in den nächsten Tag nur um die Reinigung der Häuser kümmern und Kleinigkeiten erledigen. Lawrence macht einen Kurzurlaub mit Kylie und hat uns quasi frei gegeben 😉
Weiter geht es dann für uns um den 6. Juni herum. Dann machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Westcoast, um dann am 10.-12. Juni bei Barrie in Cass in der Nähe des Arthur’s Pass unsere zweite HelpX-Stelle anzutreten. Angeschrieben hatte ich Berrie auf der HelpX-Website, da er sehrv viele gute Reviews/Bewertungen hatte und sein Grundstück in der Nähe weiterer cooler Wanderwege und vier kleinen Skigebieten liegt. Vorgestern rief er uns an, um uns zu sagen, dass er bezahlte Jobs für uns hätte. Klingt auf jeden Fall richtig gut für uns. Da zu einer HelpX-Stelle ein bezahlter Job das Beste ist, was man (vor allem im Winter) kriegen kann. Wir haben zur Zeit keine Ausgaben, da wir die Unterkunft und vor allem das Essen bezahlt bekommen. Wie lange wir bei Barrie bleiben entscheiden wir gemeinsam, wie es passt und was es zu tun gibt. Er lässt es uns offen. 😊 Wir sind gespannt!
Bis dahin denken wir ganz oft an euch alle Zuhause und senden euch wunderbare Grüße nach Deutschland!
Genießt den Frühling 😉

3.5. New Zealand Here we go!

Der Flug über Sydney nach Christchurch wurde leider nicht durch ein unerwartetes Upgrade in die Business Class aufgepeppt. Nichts desto trotz hatten wir einen guten Flug Down Under. Von Sydney nach Christchurch flogen wir sogar mit Emirates in einer Airbus A380. Dieses Flugzeug ist ja so unglaublich riesig mit seinen zwei Etagen. Und so unglaublich riesig es ist, so unglaublich leer war es leider auch. Wer kommt auf die Idee so eine riesen Maschine nach Neuseeland fliegen zu lassen😃?! Naja gut für uns, denn wir hatten jeweils 4 Sitze für uns alleine. Leider nur für 3 Stunden, die wir allerdings auch nicht zum Schlafen nutzen konnten, da wir für unser zweites Frühstück geweckt wurden 😃

In Christchurch wartete schon unser Auto auf uns. Denn was wir euch noch nicht erzählt haben…wir haben, als wir in Battambang (Kambodscha) waren, schon einen Van gekauft. Ja, wir wissen, dass das ziemlich riskant war, aber das französische Pärchen erschien zuverlässig und vertrauenswürdig. Die beiden hatten den Van vor 5 Monaten von Japan nach Neuseeland importiert und dann in einen Backpacker-tauglichen Van umgebaut. Dies haben sie alles auf ihrem eigenen Blog dokumentiert, sodass wir uns entschieden den Mazda Bongo zu kaufen. Ich hatte die Facebook-Gruppen, in denen Backpacker ihre Vans und Autos verkaufen, für eine lange Zeit vorher verfolgt und bin deshalb direkt auf den Bongo gestoßen. Denn meistens sind die Autos von vor 2000 und haben über 200.000km gefahren. Unser Bongo ist von 2008 und hat 170.000km auf dem Buckel. Somit haben wir also einen ziemlich guten Fang gemacht.

Marius und Camille erwarteten uns am Christchurch Flughafen mit einem sauberen Van, der bereit zum Reisen war. Aber Moment, die Einreise nach Neuseeland ist auch eine Erwähnung wert, denn im Flugzeug bekommt man ein Formular, welches man wahrheitsgemäß ausfüllen muss. Auf diesem Formular muss man angeben, ob man Camping-, Sport-, Tauchequipment einreist, wo man sich in den letzten 30 Tagen aufgehalten hat, ob man Essen dabei hat und und und…solange man alles „Declared“, also angibt, ist es gar kein Problem. Timos Wanderschuhe wurden bei der Kontrolle beschlagnahmt und kostenlos gereinigt, damit keine ausländische Erde reingetragen wird 😃 haha naja jetzt wissen wir, warum es hier keine Krankheiten gibt. Zudem wird das Gepäck, bevor man den Flughafen verlässt, noch einmal durch das Röntgengerät geschickt. Also zum dritten Mal alles auseinandergepflückt und auf‘s Band gelegt (man bemerke, dass wir seit BKK nicht einen Flughafen verlassen hatten). Endlich waren wir fertig mit der Immigration (auch mit dem Working Holiday Visum lief alles reibungslos).
Dann ging es mit Marius und Camille zu einem nahegelegenen Einkaufskomplex, wo wir alle organisatorischen Dinge erledigen konnten. Bei einer leckeren Flatwhite (Milchkaffee) wollten wir alles besprechen…doch plötzlich viel Timo auf, dass er gar nicht mehr unser blaues Mäppchen mit unseren Pässen, Führerscheinen und seine Trinkflasche hatte. Ach du grüne Neune! Im Auto lag es auch nicht…also konnten wir es nur noch am Flughafen vergessen haben (hoffentlich!). Uns blieb nichts anderes übrig, als nochmal hinzufahren. Gott sei Dank war er nur 10 Min entfernt. Das französische Pärchen war so nett, mit uns zu fahren und uns dann wieder einzusammeln, da das Parken am Flughafen natürlich sonst gekostet hätte. Die Dame an der Information sagte uns dann, dass das „Lost & Found“ schon geschlossen hätte und wir es bei der Flughafen Polizei versuchen sollten. Zum Glück war der Flughafen nicht so riesig, denn es kommen am Tag nur ungefähr 24 Flugzeuge dort an. Wir riefen also mit einem Flughafentelefon, die Polizei an und fragten nach unseren Sachen. Nach nicht einmal einer Minute kam uns ein Polizist mit unseren Sachen entgegen. Leicht grinsend aber dennoch mahnend übergab er uns unsere Mappe mit den Pässen und Timo’s Trinkflasche :-/ Noch einmal Glück gehabt (Puh! 😊)! Aber irgendwann musste es ja mal passieren, vorher lief alles zu glatt 😃

Glücklich ging es zurück zum Van und zum Shopping Center, um einige Dinge zu erledigen, die wir an dem Abend noch klären mussten. Denn wir konnten kostenlos auch die beiden Prepaid SIM-Karten der beiden übernehmen und mussten noch die Passwörter usw. austauschen. Nachdem die beiden uns dann eine Kurzeinführung in den Van und seinen Funktionen gegeben hatten (wobei wir uns übrigens trotz langer Hose und Pullis den A**** abgefroren haben) setzten wir sie bei ihrer letzten Unterkunft in der Nähe des Flughafens ab, da es für sie am nächsten Tag nach Hawaii gehen sollte. Sie verabschiedeten sich schweren Herzens von ihrem Van und wir wünschten uns gegenseitig „Safe Travels“ (Sicheres Reisen bzw. eine gute Reise).

Am ersten Abend übernachteten wir in unserem Van auf einem Supermarkt Parkplatz an dem öffentliche Toiletten und eine Picknick Area zur Verfügung standen. Nach 3 Monaten des Schwitzens, sollten wir uns nun auf einen knackigen Herbst bzw. Winter freuen. Nachts hatten wir knappe 6° Celsius. Im Van haben wir nicht gefroren, aber außerhalb unserer gemütlichen Decke, musste man sich eine lange Hose und eine Fleecejacke anziehen. Am ersten richtigen Tag organisierten wir uns erst einmal im Van und packten unsere Backpacks aus. Wir bemerkten, dass wir noch einige Änderungen vornehmen müssen, damit wir praktisch darin wohnen konnten. Viel Umräumen wollen wir nicht, deshalb wurden schon Pläne aufgestellt, wie was geändert werden soll. Dafür soll uns bald eine ganze Werkstatt zur Verfügung stehen (später mehr dazu). Der Wagen war schnell auf uns umgeschrieben und ordnungsgemäß angemeldet, sowie für das nächste Jahr auf den Straßen Neuseelands zugelassen. Das Ganze kann hier ganz leicht in jeder beliebigen Poststelle gemacht werden. Ziemlich problemlos sogar 😃 Jetzt musste nur noch eine Versicherung her. Denn anders als in Deutschland gibt es hier keine Haftpflichtversicherung. Man kann also nicht davon ausgehen, dass wenn man einen Unfall hat und man selbst nicht Schuld ist, der Unfallverursacher dagegen versichert ist. Es könnte also vorkommen auf seinem eigenen Schaden sitzen zu bleiben. Eine sogenannte „Third Party“ Versicherung kann man hier ganz freiwillig abschließen. Wir entschieden uns also dafür eine umfassende Versicherung abzuschließen, bei der z.B. auch der Diebstahl unseres Autos abgedeckt ist. 545$ (345€) sind dazu ziemlich gut investiert, wenn man danach sorgenlos durch Neuseeland cruisen kann 😉. Auch dem neuseeländischen Autoclub konnten wir durch die deutsche ADAC-Mitgliedschaft kostenfrei beitreten und werden jetzt bei einem unerwarteten Breakdown gerettet und mit Ersatzwagen und Unterkunft versorgt. Jetzt stand unserer Reise mit dem Van nichts mehr im Wege. Doch bevor es am nächsten Tag in Richtung Abel Tasman Nationalpark gehen sollte, wollten wir ein empfohlenes Quicksilver/Roxy-Outlet besuchen und uns mit langen Anziehsachen ausstatten. Dort angekommen erwartete uns tatsächlich ein Outlet-Traum 50-60% auf ALLES! Und wir sprechen hier nicht von unordentlichen Wühltischen, sondern von einem richtigen Shoppinggeschäft. Da wir sehr spät ankamen entschieden wir uns am nächsten Tag nochmal einmal hinzufahren und in Ruhe zu schauen, was wir alles so gebrauchen könnten. Auch die zweite Nacht verbrachten wir auf dem Supermarkt Parkplatz und machten uns am nächsten Morgen direkt auf zum Outlet, da wir noch eine 6-7 stündige Autofahrt vor uns hatten. Nachdem wir uns im Outlet mit warmen Anziehsachen ausgestattet hatten, fanden wir einen süßen Wochenend-Markt vor. Wir kauften richtiges Brot (Vollkornbrot) und schlenderten noch ein wenig über den Markt. Das erinnerte uns direkt an Zuhause 😊

Nun aber sollte es losgehen zu unserer ersten HelpX Stelle. HelpX ist eine Plattform, bei der sogenannte Hosts nach Helfern für ihre Farm, Ferienhausvermietung usw. suchen können. Man hat also sowohl als Helfer, als auch als Host ein Profil in dem man sich vorstellt und aufführt, was man sich für einen Aufenthalt vorstellt. Meist schreiben die Hosts eine Anzeige und die Helfer bewerben sich darauf. Kurz nachdem wir uns angemeldet und unser Profil erstellt hatten, schrieb uns Lawrence an. Er fragte, ob wir Lust hätten in den Norden der Südinsel zu kommen und bei Arbeiten wie Streichen, Häuserreinigen und anderen Arbeiten rund um’s Haus zu helfen. Nicht lange überlegt, sagte wir zu und hatten unsere erst HelpX-Stelle. Der Deal dabei ist, dass man für 4 Stunden pro Tag hilft und dafür die Unterkunft und gesamte Verpflegung gestellt bekommt. Uns erwartete eine besondere Ferienhausvermietung, wie wir vor Ort erfahren sollten. Die Fahrt durch das Inland von Neuseeland war traumhaft. Was für eine Landschaft!

Auch wenn wir noch nicht einmal in der Nähe von der berühmten „Mittelerde“ waren, sah alles so aus, wie in den Herr der Ringe Filmen. Wir kamen aus dem Staunen kaum heraus. Auf der Fahrt rief uns Lawrence dann an, dass er abends noch einen Termin habe und uns das „Hippie Haus“ zum Schlafen vorbereitet hatte. Wir kamen in der Dunkelheit im kleinen Wainui, direkt in der Golden Bay gelegen an und konnten schon ahnen, welch ein Ausblick auf die Bucht am nächsten Morgen auf uns wartete. Doch erst einmal mussten wir unser Bettchen für die Nacht finden, denn das Hippie Haus stellte sich als eine kleine Baustelle heraus. Die Zimmer waren so verwinkelt, dass wir erst beim zweiten Hinsehen das Schlafzimmer fanden 😃. Es roch noch etwas streng nach Lack und Farbe, aber das Bett war seeeeeehr bequem. Das Hippie Haus machten seinem Namen alle Ehre, denn das Bad befand sich außerhalb in einem kleinen Holztoilettenhäuschen. Mit Lawrence hatten wir uns am nächsten Tag um 9h zum Frühstück verabredet. Lawrence und Kylie begrüßten uns mit (laut Lawrence sogenannten) „Schwimmeiern“, also Egg Benedict/Poached Eggs, und Räucherlachs (oh jaaaa 😃). Wir stellten einander vor und erfuhren, dass Lawrence eine deutsche Ex-Frau, mit der er sich noch ziemlich gut versteht und zwei Söhne (25 und 27) hat. Er versteht also ein wenig deutsch und kennt sich mit guter deutscher Qualität in verschiedensten Bereichen aus. Er schätzt die Deutschen für ihre innovativen Ideen und ihren Fleiß. Deshalb hatte er uns angeschrieben, sagte er…auf deutsche Paare ist Verlass. Na dann hast du dir das richtige Pärchen ausgesucht 😉 Nachdem Frühstück stand dann unsere erste Arbeit auf dem Programm. Drei der vier Häuser mussten für die neuen Gäste gereinigt werden. Gut organisiert, erklärte er uns die Vorgehensweisen und schon waren wir dabei, die Häuser vorzubereiten: Staubwischen, Badreinigen, Betten neu beziehen usw. die ersten 4 Arbeitsstunden vergingen wie im Flug. Das reinigen hält sich übrigens in Grenzen, da die Gäste die Häuser meist auch ziemlich sauber wieder verlassen. Die beiden luden uns dann zu einem early Dinner in ihrem „Rata Camp“ ein. Dieses kann man sich wie eine große offene Garage vorstellen, in der sich Lawrence einen Platz für Lagerfeuer, eine Küche und einen Aufenthaltsraum geschaffen hat. Es gab „Salmonwings“ (Lachsflügel), Kartoffeln und Salat. Hach so gutes Essen hatten wir uns erhofft 😊

Ein Spaziergang in der Wainui-Bucht während des Sonnenuntergangs konnten wir uns natürlich nicht nehmen lassen. Hier ein paar Fotos davon:

 

 

 

 

 

 

Übernachten durften wir dann im „Little Greenie“, da für die Nacht keine Gäste dort eingebucht waren. Huiuiui 😊 Eine Badewanne draußen auf der Terasse, ein riesen Super-King-Size Bett, eine eigene Küche uvm. Hier der Ausblick vom Bett aus:

Am nächsten Tag hatten wir dann erst einmal frei und bereiteten nur das Little Greenie für die nächsten Gäste vor und zogen wieder in das Hippie Haus. Da das Internet nicht so wollte wie wir, fuhren wir zum 20 km entfernten Takaka, die nächst größere Stadt und nutzen das Wifi in der Bibliothek dort. Wir organisierten einige Dinge und gingen danach groß einkaufen. Da es so geplant war, dass ich uns meistens bekochen sollte (mit der Hilfe meines Zuchefs Timo natürlich), kauften wir alles für die ersten 3-4 Tage ein. Diesmal ging die Rechnung ja auf Lawrence. Wir brauchten also nicht so Knausern, wie wir es getan hätten, wenn wir die Rechnung bezahlen müssten 😉 Das kleine Takaka stellte sich als süße kleine Hippie-Stadt heraus. Kleine Cafés, Lädchen und Shops laden zum Schlendern ein. Wieder in Wainui angekommen machten wir das Lagerfeuer an und grillten Hähnchenbollen über dem Feuer…noch ein Festessen 😊 Danach ging es in unser Baustelle-Hippie-Haus, welches am nächsten Tag auf dem Plan stand.

Lawrence hatte uns angeboten, dass wir seine SUP Boards (Stand Up Paddel Boards) benutzen dürfen, um in der Bucht eine kleine Tour zu machen. Da gutes Wetter vorhergesagt war, verabredet wir uns für 8:30h damit er uns alles erklären konnte. Wir schnappten uns also die Boards und fuhren mit unserem Dienstwagen runter zum Strand. Laut Lawrence sollten wir uns entlang der Küste halten und nach Stachelrochen Ausschau halten. Kaum 5 Minuten auf dem Wasser, entdeckte ich schon einen. Timo hatten leider erst später Glück. Doch auf der einstündigen Tour haben wir bestimmt 6-7 riesige Rochen gesehen. Richtig cooool, da das Wasser nicht so tief war, war man den Tieren so nahe. Unglaublich. Und dann noch der Ausblick:

Um 11 Uhr begann dann unser Arbeitstag. Auf dem Plan stand Autowaschen, Böden schleifen, Außenwände lackieren, die Hippie-Haus Küche wieder wohnlich einrichten und den Müll aus dem Rata Camp recyclen. Abends gab es dann Champignon-Geschnetzeltes mit Kartoffelpürre (leider wollten die Kartoffelknödel ohne Speisestärke nicht gelingen) und Salat. Lawrence freute sich sehr über das deutsche Essen, was er so vermisst, seitdem er von seiner deutschen Frau getrennt ist 😃 Wir unterhielten uns noch mit Lawrence und ließen den Abend bei einem Feierabendbierchen/-radler/-wasser (hahaha) ausklingen.

Unsere erste Woche verbrachten wir damit unser Hippie Haus auf Vordermann zu bringen. Hier ein paar Fotos – vorher:

Nachher:

 

 

Für das Wochenende hatten sich Lawrence’s Sohn Amani und seine Freundin Amy (oder wie sie liebevoll genannt werden : Amamy) angekündigt, um bei der Fertigstellung des Hippie Hauses zu helfen. Bevor Amani, Amy und Kylie ankamen wollten wir noch ein wenig Sport treiben. Unser Highlight der Woche war dann unsere Jogging-Tour über einen der Walking-Tracks des Abel Tasman Nationalparks. Für 10km haben wir ganze 1 ½ Std. gebraucht, da es so steil war und wir an einigen Stücken nur gehen konnten. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt, denn der Ausblick war der Wahnsinn:

Am Abend haben wir gemeinsam gekocht und das neue-alte Wohnzimmer des Hippie Hauses eingeweiht:

Da es uns hier wirklich super gut gefällt haben wir uns überlegt noch bis Anfang Juni zu bleiben und Lawrence weiter zu helfen, da ab Juni dann ein Hausmeister für die Häuser kommt und er dann nicht nochmal Woofer (Helfer) finden muss. Bis dahin werden wir wohl unsere Zeit hier richtig genießen:

An Muttertag haben wir natürlich auch gedacht und unseren Mamis ganz besondere Grüße zukommen lassen:

Da wir für einen Wlan-Zugang 20km fahren, werden wir jetzt gesammelt Beiträge verfassen 🙂 Bis dahin senden wir euch schöne Grüße nach Deutschland!