17.12.2017 Ein Coca-Cola See und der schönste kostenlose Campingplatz

Geschrieben in Ballina, Australien

…und ohne Handschellen wachten wir am nächsten Morgen um 6:30 wieder auf. Bevor wir alles für die Abfahrt präparierten, hörte Kathi noch etwas im Schilf knistern und knacken…ein kurzer Blick in den kleinen Kanal vor der Düne zeigte uns einen einsamen Blue Penguin, der sich kurz darauf unter der kleinen Brücke versteckte. Laut DOC (Department of Conservation, die sich um das ganze Wildlife kümmern), sollte man die Tiere aber einfach in Ruhe lassen und nur bei Verletzungen den Notruf tätigen. Schweren Herzens verließen wir Wolleys Bay nachdem wir den wunderschönen Sonnenaufgang beobachtet hatten. Abfahrt, auf nach Pahia. Soll schön sein, war’s aber nicht. Touristentouren mit Booten, also uninteressant für uns. Da sah es in der Doubtless Bay schon gaaaanz anders aus. Hier empfing uns ein Campingplatz nach unserem Geschmack. Am Strand, weite Flächen, saubere Umgebung und: for Free😊. Nachdem unser Lager aufgebaut war, sprangen wir kurz ins Meer und suchten dann die geheime Quelle für das schwarze Gift, abgefüllt in PET Flaschen – der Coca-Cola See wartete auf uns. Ein wenig skeptisch standen wir nach 10 Minuten Fußmarsch vor einem, in der Tat, merkwürdig schimmernden See, in dem mehrere Maorie-Familien ihren wöchtenlichen Waschtermin wahrnahmen ;). Die Kids hatten richtig Spaß und eine kleine, leider schon sehr gut gebaute Maori, vielleicht 7 Jahre jung, spielte wild umher und machte lustige Geräusche. Sie hörte sich für uns an, wie das Fauchen eines Löwen. Ihre Mutter fragte sie drauf hin: „Ey, was machst’n da für Geräusche? Bist Du etwa ein Dinosaurier?“ „Nein, ich bin ein Pferd“ antwortete die Kleine und wir konnten uns ein Lachen nicht verkneifen. Wenn die Kids hier schon so rumtollen, müssen wir auch in die braune Brühe steigen. Und es schmeckte weder übertrieben süß, noch roch es wie Coca Cola, stattdessen fühlte sich die Haut nach dem Bad butterweich an. Der Grund für dieses Naturphänomen heißt übrigens: Torf!

Etwas gewöhnungsbedürftig, aber für uns unglaublich cool!
Motheus und de Babe 🙂
Kuckuck – I Bims der Coco-Cola Glatzkopf 😀

Mit leichtem Nieselregen und zunehmendem Wind ging’s zurück zum wunderschönen Camp. Endlich sollte unser Regenplane mal zum Einsatz kommen und wir bauten uns eine gemütliche Höhle neben Bongi und unter einem Baum für unsere Wraps. Nach einer Runde „Aces to Kings“ machten wir uns bettfertig.

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