16.12.2017 Man, wir sind sooo weit hinten dran :D

Geschrieben in Ballina, Austrlaien

Gemeinsam mit den Deutschen Nachbarn und ihrem Sohn Ben, 5 Jahre jung, der sich schon am Vorabend rührend um Teddy gekümmert hatte, frühstückten wir und machten uns im Anschluss auf den den Weg zu den Mermaidpools in Matapouri. Wie das aber so ist, wenn man an einem Camp ankommt bzw. losfährt, ist ein Smalltalk mit den Nachbarn nur höflich. Diesmal schnackten wir mit sehr ratsamen Neuseeländern, die prompt ihre Karte auspackten und uns ihre Spots zeigten. So stoppten wir auf Empfehlung von dem älteren Camper-Ehepaar bei der Goat Island für eine Schnorcheleinheit im nicht so ganz glasklaren Wasser. Einige Snapper bekamen wir dann aber doch noch vor die Harpune…

Halluuuu, i bim’s!

 

In Matapouri parkten wir am späten Nachmittag an einer wunderschönen Bucht und spazierten den Strand entlang. Kathi überkam der Hunger nach Chish `n`Fips und so legten wir einen Snack-Stop beim hiesigen Shop ein. Mit leckerem Fish im Bauch, zumindest in Kathis, schlenderten wir gemütlich zum Parkplatz zurück, um dann auf dem uns bis dato nicht aufgefallenen Schild lesen zu müssen: Camping nur für 2 Fahrzeuge in der Zone X erlaubt“. Wo standen wir? Natürlich außerhalb der Zone, was für uns die erneute, recht mühselige Suche nach einem neuen Schlafplatz bedeutete. Da wir aber jetzt schon einmal hier waren und Mehrfahrfahrten für eine Strecke tunlichst vermeiden wollten, entschieden wir uns spontan mit noch 1,5h Tageslicht und trotzt durstiger Mückenschwärme die Mermaide Pools zu besuchen. Kathi roch wie ein Autan-Duftbaum für’s Auto auf zwei Beinen:D. Nur mit badesachen und einem Rucksack mit Wertsachen spazierten wir am Strand entlang. Bei Ebbe gibt das Wasser einen Weg um die Felsen herum frei, aber bei Flut nicht. Gleich einem Soldaten mit Gewehr über dem Kopf stiefelte ich voran, Kathi stets an meinen Fersen. Das Wasser stiegt erst über die Knie, dann über die Hüfte und erreichter unterhalb meiner Brust, aber an Kathis Schlüsselbein Höchststand. Mit der Uhr im Nacken ging’s schnell weiter einen steilen rutschigen Berg hinauf.

Ich Tarzan, Du Jane
In the jungle, the mighty jungle, no lions sleep toniiiiiight

Mitten im bolivianischen Dschungel hangelten wir uns von Baum zum Baum, immer weiter nach oben. Ein paar Pundis kamen uns entgegen und als wir sie auf die Mermaide Pools ansprachen entgegneten sie leicht geknickt: „Wir haben sie nicht gefunden.“ Okay, kann ja nicht so schwer sein, diese Pools zu übersehen…also weiter. Der Gipfel kam früher als erwartet, aber dafür war der Abstieg mit nackten Füßen umso länger; aber dann kamen wir an. Nur wir alleine. Niemand sonst. Also ist es immer wieder von Vorteil gegen den Strom zu schwimmen und so einsam und alleine mit einer spritzenden Wasserbombe in die Pools zu springen. Wohl eher nicht:D Es ist ein ambivalentes Gefühl, sicher in einem natürlichen Steinpool zu liegen und zugleich die Wellen von außen gegen die Wände schlagen zu hören, als würden sie sagen wollen: „Gleich hol‘ ich Dich“.

Pünktlich zum Sonnenuntergang schnallten wir uns den Rucksack wieder auf und traten den Heimweg an.

Wir schossen noch ein paar schöne Sonnenuntergang-Photos und machten uns im Anschluss auf die Suche nach einem neuen Schlafplatz. Begeisterung:D.

Die Woolley´s Bay, eine Bucht weiter, bietet genug Platz für 10 Camper in einem Bereich, aber das sich jeder der jungen Camper selbst der nächste ist und parken, wie die Tetris-Legasteniker, mussten die meisten Camper das Risiko eingehen, außerhalb der Markierungen zu schlafen. Kathi sprach ein paar Zeltis an, die sich auch darüber beschwerten, aber auch wie wir zu spät hier aufgeschlagen sind, um sich zu beschweren. No Risk, no fun…Als Gesetzesbrecher fielen wir um 22:30 Uhr in die Koje…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.