09.06.2017 Kann man Pancake Rocks essen?

Geschrieben in Cass in Barrietown

Der nächste Morgen war nicht weniger stürmisch als der Vorabend. In der Dunkelheit konnten wir keine Toilette ausmachen, also war die Blase nun ziemlich voll. Am Touristeninformationspunkt bei den Pancake Rocks machten wir eine ausfindig. Gott sei Dank. Das bis jetzt noch Dumme ist, dass die Vorbesitzer des Autos ihre Toilette verkauft haben, nachdem sie das Zertifikat für ein Wohnmobil mit Toilette (Self-Contained) erhalten hatten. Also müssen wir jetzt nach öffentlichen Toiletten suchen und fahren mit einem nicht mehr zu 100% Self-contained Wohnmobil. Aber oftmals findet man schöne und gut gelegene Campgrounds mit Toiletten, von daher hält sich das alles in Grenzen. Dumm ist nur, dass die ganzen bescheuerten Backpacker ihre Hinterlassenschaften in den Büschen liegen lassen und sogar das Toilettenpapier hinschmeißen und den Ruf von der gesamten Backbackergemeinde in den Dreck ziehen.  So wollten und werden wir nicht uns nicht verhalten…bisher haben wir noch keine solcher Campgrounds gesehen, aber Kathi habe viel darüber bei FB gelesen. Naja… Das Wetter war wieder einmal auf unserer Seite, als wir bei den Pancake Rocks in Punakaiki nörlich von Greymouth an der Westküste ankamen. Sie liegen an einem marinen Nationalpark und bilden eine steile Küstenformation. Pancake Rocks, aber was soll das sein? Ich konnte mir unter diesem Namen nichts vorstellen, außer einen Pfannkuchen, den man vergessen hatte und der nun hart wie Stein ist. Nach kurzem Aufenthalt im Informationszentrum wartete ein gepflasterter Weg auf uns, der auch Gehbehinderten und Rolli-Fahrern den Zugang ermöglichte. Richtig cool,  denn dieses Naturspektakel sollte jeder, der hier in der Nähe ist, einmal gesehen haben. Vor 30 Millionen Jahren erodierte Kalk- und Tonschichten unterschiedlich schnell und bildeten diese aufgestapelten Pfannkuchen.

Nicht zum essen geeignet, aber nett sieht’s aus, oder?
Das Wasser hat die Steine abgeschliffen über viele Jahre und beeindruckende Strukturen geschaffen
Besonders asiatische Podexe haben diesen besonderen Platz abgetragen 😉

Der Ausblick an der Küste war der Knaller. Das Meer hatte sich seinen Weg zwischen die  Kalkfelsen gebahnt, wodurch sogenannte „Blowholes“ entstanden sind. Dort schießt das Wasser in die Pools und wird aus den Löchern, die zwischen den Felsen entstanden sind, mit lautem Getöse heraus geblasen. An diesem Tag hätten wir gut Regen und Wind gebrauchen können, denn erst dann knallen die Blowholes richtig ;).

Dort wo ich stehe, geht die Höhle noch weiter, d.h. das Wasser hat einen großen Teil der Küste an dieser Stelle unterspült und ein Labyrinth aus Höhlen geschaffen.

Nach diesem wirklichen short walk von vielleicht 20 Minuten wollten wir noch einen weiteren, hoffentlich nicht ganz so shorten Walk namens „Truman Walk“ ablaufen. Oftmals lohnt es sich zu den Orten keine Photos aus dem Reiseführer im Voraus anzuschauen, denn ist man vor Ort wird man richtig überrascht. So auch auf dem Trueman Walk. Wir hatten überhaupt nicht mit einem wunderschönen Strand am Ende des Trips gerechnet und so feine, runde Kiesel sowie eine große vom Wasser geformte Höhle sieht man nicht alle Tage.

Wahnsinn, oder?
Davorzustehen war beeindruckend
Ihre Heimat ist die See 😉
In der Sonne auf einem Stein lag wieder einmal ein kleiner Seelöwe, der sich von unserer Anwesenheit keineswegs stören ließ. Er lag einfach auf dem Rücke und genoss die warmen Sonnenstrahlen.
Schön, oder?

Nach unseren Wanderungen machten wir uns wieder auf den Weg nach Greymouth, um dort die Kühltasche mit dem notwendigsten noch einmal aufzufüllen , bevor es dann in die Berge ging. Wer weiß, was wir bei Barrie zu essen bekommen😉. Wir kauften nur Schokolade, denn ohne Schokolade geht hier nix! Die Nacht übernachteten wir an einem schönen Campground (Greyneys) ein paar Kilometer südöstlich von  Arthurs Pass. Wieder einmal wurde es draußen kalt in der Nacht, aber nicht in unseren super duper Schlafsäcken 😊.

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