18.06.2017 Hoch hinaus und tief hinab

Hooked (Angefixt, würde man in Deutschland sagen) vom Aufstieg auf den Sugarloaf am Tag zuvor, nahm uns das fitte Nachbars-Trio am nächsten morgen um 9 Uhr mit auf eine weitere Tour zum Camp Saddle, mit anschließendem Caving im Caving Stream, und diesmal richtig;). Wieder am Start waren natürlich auch unsere Vierbeiner Cassy und Poppie.

Man achte auf Kathi’s Finger: Was auch immer sie damit anstellt 😀
Ein Skigebiet ohne Schnee. Lifte gibt es hier in den kleinen Skigebieten nur selten, daher schnallt man sich die Skier an und spaziert 1h nach oben.
Kurz vor dem Gipfel. Kathi, Sally und Paul

Anders als auf dem Sugarloaf zeigte das Geröllfeld an diesem Berg in Richtung Süden. So hatte die Sonne keine Möglichkeit das über Nacht gefrorene Geröll aufzutauen. Hinab rennen konnten wir knicken, stattdessen saßen wir des öfteren auf allen Vieren und rutschten einige Meter auf der losen, obersten Schicht gen Tal.

Sally hat die Hälfte schon hinter sich
Richtig, da geht’s gleich runter

Während sich Sally mit Poppy und Cassy im Gepäck nach Cass aufmachte, war Paul so nett mit uns die Höhlen am Cave Stream zu durchwaten. Caving gehört hier zum Trampen dazu und Paul verfügt über das notwendige Equipment: Helm mit Lampe, Reservelampe pro Nase, Hand- und Neoprenschuhe. Die Neos hatten wir uns, Gott sei dank, aus Xanten schicken lassen. Paul hatte keinen Neo griffbereit, da dieser Trip in seiner Wochenendplanung bis zum Vorabend nicht eingeplant war.  Kathi wurde von Sally gut ausgestattet.

Noch ist uns „warm“:)

Zügigen Schrittes, denn warm war uns nicht wirklich, marschierten wir ca. 15 Minuten zum Höhleneingang hinab.  Es war so kalt, dass Eiszapfen an den Felswänden hingen. Als Paul bis zur Brust im Wasser verschwand und nur sagte: „Ich hab‘ wirklich nicht erwartet, dass es so kalt ist. Und ich habe schon einige Cavings hinter mir.“, war ich mir nicht mehr so sicher, ob ich wirklich durch die Höhle spazieren wollte. Kathi war vor mir dran und ich wartete auf eine Reaktion, aber außer eines schelmischen Lächelns bekam ich nichts zurück. Also musste ich ja auch rein. Der erste Moment war halb so wild, aber nachdem die Schuhe und Socken (ich hatte keine Neoprenschuhe) erstmal nass waren, kam die Kälte zum Vorschein. Nicht, dass es nach 10 Minuten angenehmer gewesen wäre. Es war einfach bitterkalt, ich konnte meine Füße nach 15 Minuten nicht mehr spüren und machte mir sogar einmal lang, weil ich keine Kontrolle mehr hatte. „Schau mal, Timo, wie schön die Wände aussehen.“ „Keine Zeit zum Schauen, Kathi, meine Füßen tun so weh. Weiter geht’s.“ Wenn mir die Kälte schon zusetzte, wollte ich nicht in Paul’s Baumwollunterhosen und Blaumann stecken. Ihm muss so kalt sein. Er sprintete auch förmlich durch die Höhle:D. Selbst wenn ich eine Kamera gehabt hätte, hätte ich nicht für ein Photo anhalten können. Alter, war, das, kalt! Nach 30 Minuten in zum Teil wieder brusthohen, fließendem Wasser kamen wir am Ausgang der Höhle an, im Schatten. Sonne wäre wirklich zu viel verlangt, da wir ja quasi von unserem Schweiß so nass waren. Paul joggte langsam voraus, wir direkt hinterher. Am Auto angekommen flog jeder aus seinen Sachen und kaum saßen wir im Auto, lief die Heizung. Ich wiederhole mich gerne: Kalt war’s!

In Cass luden uns die beiden noch auf einen Tee in ihrem Häuschen ein, bevor es für uns wieder 50m weiter zu Barries‘ Haus ging. Ein klasse Tag, Danke an Sally und besonders an frozen Paul;)

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