25.04.2017 Back to the roots

Am morgen des 25.4. ging es dann um 5:30h Richtung Phnom Penh Flughafen. Bye Bye Cambodia…HELLO THAILAND!

In Chiang Mai kannten wir uns ja schon etwas besser aus, da wir am Anfang der Reise dort einen Zwischenstopp eingelegt hatten. Diesmal wählten wir das Monkey Toe Guesthouse als Unterkunft, welches wir damals schon von außen betrachtet ganz cool fanden. Dies sollte sich dann auch im Inneren bestätigen. Michael, einer der Besitzer, half uns bei allen Fragen rund um unsere Pai-Reise. Denn es sollte mit dem Roller für 2-3 Tage in ein schönes Hippie-Dorf in den bergigen Norden gehen. Schnell hatten wir alles organisiert, sodass wir uns am nächsten Morgen auf nach Pai machten. Die Fahrt alleine, war schon eine Reise wert. Fast 2 ½ Stunden fuhren wir ungefähr 367 Kurven den Berg hinauf. Rundherum wirklich atemberaubende Natur soweit das Auge reicht. In Pai wollten wir uns dann in unseren letzten Tagen in Asien noch etwas gönnen. Deshalb kamen wir in einem schönen kleinen Bungalow Resort mit Pool unter. Für 11€ pro Person/Nacht hatten wir uns eine Luxusunterkunft ausgesucht 😊

Und die ganzen Restaurants und Cafés erst…(stellt euch unsere Herzchen-Augen vor) es war sooooo schön dort. Süße kleine Läden, Cafés und Unterkünfte reihten sich dort in die kurvigen kleinen Straßen von Pai. Jeden Abend gibt es dort einen Streetfood Market, der wirklich alle Geschmäcker bedient. Von veganem Essen bis hin zu Auflauf und Lasagnen a la Streetfood Art.

Wir genossen das Bummeln über den Markt und schauten uns vor allem die selbstgemachten Lederaccessoires, für die Pai berühmt war, an. Viele Verkäufer hatten dieses typische, jedoch angenehme, Hippie Flair und verkauften eigene Kunst, wie Bilder, Ketten uvm. Mit den Rollern fuhren wir dann noch eine ganze Strecke Richtung Mae Hong Son hoch von wo aus der „Loop“ über Chiang Rai zurück nach Chiang Rai führt. Leider hatten wir das nicht mehr in unsere Planung mit reinnehmen können. Die Strecke versprach jedoch einiges, sodass wir diesen Loop sehr empfehlen können. Naja vielleicht auf dem Rückweg 😊

Die drei Tage vergingen wie im Flug. Zurück in Chiang Mai wollten wir noch einmal Ausschau nach nützlichen Anziehsachen halten, wurden allerdings nicht fündig. Beim Frühstück am vorletzten Tag bemerkte Nora plötzlich, dass sie ihren Flug von Chiang Mai nach Bangkok für den 1. Juni gebucht hatte. Also einen Monat zu spät 😃 Gut, dass es ihr noch aufgefallen ist, bevor es zu spät war. Nachdem wir den Schock verarbeitet hatten bucht sie sich kurzerhand für 45€ in denselben Flug wie wir, sodass wir gemeinsam am 1.5. nach Bangkok flogen. Chiang Mai können wir übrigens sehr empfehlen! Das Streetfood ist der Hammer und vor allem der Nightbazar ist richtig cool. Schöne Bummelstände und leckeres Essen, gekrönt mit Live-Musik…wir tanzten im Regen unter dem Dach direkt vor der Bühne und genossen den letzten Abend mit einem witzigen Briten namens Reece.

Aber bevor es weiter nach Bangkok ging, hatten wir ja noch ein Date mit den Elefanten im „Elephant Nature Park“ eine Stunde außerhalb von Chiang Mai. Noras Geburtstagsgeschenk 😊 Morgens wurden wir im Hostel abgeholt und auf der Fahrt zur Sanctuary zeigte man uns einen Informationsfilm, in dem gezeigt wurde, wie die Elefanten dazu gequält werden, bis man auf ihnen reiten kann. Im Video sprachen sie davon, dass die Elefanten gebrochen werden und ihr Wille unterdrückt wird. Wirklich sehr traurig und unmenschlich, wie mit ihnen umgegangen wird. Die Sanctuary hat sich zur Aufgabe gemacht, die Elefanten und vor allem, die denen es wirklich schlecht geht, aus solchen Camps zu retten. Noch immer ist es in Thailand erlaubt die Touristenattraktion des Reitens anzubieten. Unglaublich, da man heutzutage doch weiß, dass Elefanten mit den sogenannten Elefantenhaken unter Kontrolle gehalten werden, damit Touris ihren Spaß haben. An alle die das lesen und schonmal auf Elefanten geritten sind: Sorry, aber schämt euch! Habt ihr mal darüber nachgedacht, wie man einem so großen Tier sowas beibringt? Na dann googelt mal…
Naja jedenfalls kam man in diesem Park ziemlich nah an die Tiere heran. Man konnte sie füttern, waschen und sie einfach bei ihrem Treiben im Schlamm oder Fluss beobachten. Wirklich erschreckend war die Vielzahl an behinderten, blinden oder entstellten Tieren dort. Hier ein Foto von einer Elefantendame, die in jungem Elefantenalter von einem hinabrollenden Stein am linken Vorderbein getroffen wurde. Der Bruch ist, wie auf den Bildern zu sehen ist, nicht korrekt zusammengewachsen und dementsprechend hat sich eine komplette Fehlhaltung entwickelt.

Auch wenn wir wissen, dass der Umgang mit Menschen nicht zum natürlichen Lebensraum der Elefanten gehört, sind wir uns sicher, dass es den Elefanten dort gut geht. Denn man darf nicht vergessen, dass die meisten, wenn nicht gar alle, Elefanten in Gefangenschaft geboren sowie aufgewachsen sind und in der Natur keine Chance hätten zu überleben. Betrachtet man es also aus dieser Perspektive, so sollte man das Camp in jedem Fall für seine Arbeit loben. Damit ihr besser versteht was wir meinen, hier unsere Erinnerungsfotos an einen Tag im Elefantenparadies 😊

Und dann war auch schon der Tag gekommen, an dem es für Timo und mich alleine weitergehen sollte. Am 1.5. reiste Nori ab. Schon sehr komisch, denn wir verbrachten immerhin 3 Monate 24/7 miteinander. Auch, wenn sie für 1 ½ Monaten das angebliche 5. Rad am Wagen gewesen sein soll (wie es alle anderen nannten), warst du keinesfalls unser 5. Rad! Du hast zu unserer kleinen Reisefamilie gehört, aber das weißt du ja 😊 Danke für die unvergessliche Zeit! So viel erlebt man nicht mit jedem seiner Freunde! Wir sind froh, dass du mit dabei warst und hoffen, dass du es ohne uns in Deutschland aushalten wirst 😃 😉 Wenn nicht, du weißt ja wo du uns finden wirst!

Die übrigen schweißtreibenden Tage in Bangkok verbrachten wir damit Kaufhäuser nach Schnäppchen für lange Kleidung abzuklappern und ins iMax (eine riesen Kinoleinwand) zu gehen. Am letzten Abend machten wir noch eine „Freetour“ für 2,50€ durch Silom 😃 und genossen den letzten Abend bei günstigem Streetfood das Treiben von Bangkok. Denn am nächsten Tag sollte der nächste Abschnitt unserer großen Reise beginnen…

 

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