05.03.2017 Ein Franzose mit Qualität

Geschrieben im Bus von Paksé nach Hué, Vietnam (geplante Fahrtzeit ca. 12h)

Ein letztes gemeinsames Frühstück mit dem Airforce Piloten der kanadischen Armee Ryan und Anke. Ryan’s Boot gabelte ihn auf und er verabschiedete sich nach Seam Reep, Cambodia. Auch eines unserer Reiseziele, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt. Björn blieb noch eine weitere Nacht auf Don Det, während unser nächstes Ziel erneut Paksé hieß, um dort das Bolaven-Plateau mit dem Roller zu erkunden. Ryan und Anke hatten unabhängig voneinander Teile oder sogar die gesamte Schleife (Loop) von 320km zurückgelegt und uns diesen Trip ans Herz gelegt. Ein wenig Überzeugungsarbeit mussten Schorsch und ich noch leisten, weil unsere beiden Mädels nicht zu 100% überzeugtwaren. Aber danke, dass ihr trotzdem mitgekommen seid😉, denn mit euch macht es uns schon ziemlich Spaß! In Paksè suchten wir uns wieder ein Hostel und buchten im Anschluss die notwendige Fortbewegung. Miss Noy und Yves betreiben einen für laotische Verhältnisse ungewöhnlichen Rollerverleih. Yves, 40, Franzose ist nämlich gefühlt der Einzige hier ohne Luft zwischen den Ohren, der seine Scooter regelmäßig wartet und nach jeder Tour sofort checkt. Auch wenn die Franzosen mit ihren Autos in Frankreich bekanntlich nicht sehr sorgsam umgehen, für Paksè reicht es allemal. So sticht Yves in Paksé mit seiner Qualität deutlich hervor, er sollte mal einen TÜV in Paksè gründen. Prompt lud der uns zu einem Infogespräch mit Insidertipps über den Loop ein. Zusammen mit ca. 10 weiteren Interessenten berichtete uns Yves von dem großen Loop und dessen Must Sees. Dazu teilte er eine Karte mit handschriftlichen Ergänzungen aus. Im Süd-Osten stand in deutlichen Lettern: „Dangerous“. Schorsch und ich wechselten einen schnellen übereinstimmenden Blick. Abgemacht, dort halten wir auf jeden Fall! Nach einer gefühlten Ewigkeit, zahlreichen Belehrungen, wir sollten die Roller stets abschließen, auf bewachtes Parken achten uvm. kamen wir endlich zu dem Dangerous-Punkt. Mit seinem lustigen französischen Akzent verklickerte uns Yves, dass ein Stop dort unten wirklich gefährlich ist, weil die Roller nicht sicher abgestellt werden können. Stellt man sie einfach ab, ist die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls sehr hoch. Auf eine Frage eines anderen wagemutigen Reisenden, ob man sich nicht aufteilen kann, d.h. zwei bleiben bei den Rollern, während die anderen den Wasserfall besichtigen. In den letzten Wochen seien angeblich ein paar Roller geklaut und die Fahrer mit Bambusstöcken attackiert worden. „Take a machete, then you can go“, schlug Yves vor. Man weiß nie, inwiefern diese Geschichten stimmen, oder nur für die Materialschonung verwendet werden. Aber wie Forest Gump schon gesagt hat: „Dumm ist Der, der Dummes tut“ und da wir ja alles andere als dumm sind werden wir dort keinen Stopp einlegen, vielleicht eine spontane PP (P*****pause). Nachdem wir alle Infos beisammen und die Roller reserviert hatten, ging es zum Abendbrot. Wieder einmal😃.

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