23.02.2016 Cavediving, Hammock und Livemusic mit Simon und Pete

Geschrieben in der Smile Bar am Nam Kong in Vang Vieng

Es ging wieder zum Frühsport, Frühstück im Anschluss. Ca. 2km südlich von Viang Vieng liegt noch eine kleine Höhle, die fußläufig klasse zu erreichen ist. Mit Lichtschutzfaktor 50+ spazierten wir zur Höhle. Doch bevor wir die 200 Treppenstufen zum Höhleneingang erklommen, entdeckten wir eine willkommene Abkühlung mit einem ausgebauten Höhlensystem.

Der Höhleneingang hatte am Ende einen kleinen Wasserfallzulauf und endete in einer riesigen Höhle. Wir schwammen ein wenig hinein, doch die Dunkelheit stoppte unsere Expedition. Expeditionsleiter Mirko hatte aber noch seine Kopflampe im Rucksack und so konnten wir doch noch ein wenig tiefer in die Höhle vordringen. Stehen konnten wir weiter hinten nicht mehr. Für Mirko war es also um so wichtiger mit dem Kopf über der Wasseroberfläche zu bleiben. Am Ende ragten Felsen an die Oberfläche und ermöglichten uns eine Pause. Das Wasser war klar wie ein Kristall und Mirkos Kopflampe sorgte auch unter Wasser für eine gute Sicht. Ohne Lampe war es stockdunkel und ein bisschen unheimlich, da man ja nicht weiß, welche Raubtiere auf einen kleinen Touristen-Snack warteten. Egal was uns berührte, es war immer ein komischer Moment. Schorsch nutzte die Dunkelheit natürlich aus und erschreckte kurzer Hand seinen Bruder.

Photos Schwimmen in der Höhle, folgen

Jetzt war es Zeit für die große Höhle mit den 200 Treppen. Anders als die Höhlen vom Vortag waren diese für Touristen erschlossen und mit einem angelegten Weg zugänglich gemacht. Glühbirnen sorgten für eine angenehme Atmosphäre.

Am Ausgang fiel Schorsch ein Stromkasten auf und uns kam die Idee den Asiaten, die erst gerade in die Höhle eingestiegen waren, einen kleinen Streich zu spielen. Kurzerhand schalteten wir nach und nach die Lichter aus. Stille. Nichts rührte sich. Kein Schrei…wir schalteten einen anderen Bereich aus, doch auch hier keine Reaktion. Wir hatten wenigstens mit einem klitzekleinen Aufschrei gerechnet;D

Den Nachmittagssnack nahmen wir nach unserem Heimmarsch in Vang Vieng ein und saßen ab 16 Uhr wieder in der Smile Bar am Fluss. Abends aßen wir wieder beim Irish Pub, alle guten Dinge sind drei, zu Life-Musik. Simon interpretierte bekannte Evergreens (Whiskey in the Jar, Metallica; The Folsom Prison Blues, Johnny Cash; 300 Miles; Mumford and Sons; Oasis; Rip Tide,Vance Joy; Coolio, Gangstas Paradise, Tenasius D, F*** her gently uvm.) auf seine eigene Art auf der Akustikgitarre und war ein kleiner Entertainer. Musik, die man mitsingen kann ist die schönste Musik und so kam es, dass wir nach kurzer Zeit mitsangen und uns noch wohler fühlten in einem fremden Land. Bei Vance Joy wurde es für Kathi und mich kurz sentimental, da wir mit diesem Lied unsere Tour in Australien verbinden. Simon der kleine Womanizer bemerkte Kathis Pfiffe vor dem Song und widmete Rip Tide Kathi. Dem Flirten während des Songs hatte ich nichts entgegenzusetzten. Alle Versuche Kathi mit Schokolade wieder zurückzuholen schlugen fehl;) Nach einer Stunde übernahm Pete das Ruder. Der Brite war an der Gitarre unglaublich und gesanglich um Längen besser als Simon, konnte das Publikum aber nicht so richtig mitnehmen. Nach einer kurzen Zigarettenpause und einem Hefeteilchen stieg Simon auf einem Cajón (eine Percussion-Box, auf der man sitzend einen Rhythmus spielen kann) mit ein und sorgte für den Groove. Wir und zwei Britinnen hatten am meisten Spaß. Wir machten eine Polonaise durch das Pub zum Track 500 Miles, grölten mit rauchiger Stimme Whiskey in the Jar und rappten zu Gangstas Paradise. Wie auch immer Simon im Laufe des Abends erkannt hatte, dass wir Deutsche waren, sprach er auf einmal übertrieben deutlich und langsam. Zugegeben, seinem irischen Akzent war nicht immer einfach zu folgen und manche Witze kamen also nicht an. Auch als um 23:30 Uhr die Show leider vorbei war, bedankte er sich noch einmal extra langsam bei unserer Truppe und Schorsch antwortete absichtlich im Deutsche Bahn Englisch mit: „ Sänk-ju“. Alle lachten und wir schossen zum Abschluss noch ein Photo mit Simon.

Leider stellten wir erst am Folgetag fest, dass uns Simon und seine Crew ein Gericht und ein paar Bier zu Unrecht berechnet hatten. Naja egal…Den letzten Abend in Vang Vieng ließen wir im Hostel entspannt ausklingen.

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