14.02.2017 White Temple und Giraffen und Zebras

Ich (Timo) sitze in unsere Hütte in Chiang Rai und versuche ein paar Gedanken der letzten Tage auf Papier zu bringen. Aber so richtig will das regelmäßige Festhalten nicht gelingen. „Man hat einfach nicht genug Zeit“ (S. Neumann). Im Norden erstreckt sich  eine kleine Bergkette, zwischen uns und den Bergen, ragen Tempelspitzen gen Himmel. Das Panorama unterstützt die heutige Schreibphase, die aufgrund derjetztigen Aufbruchstimmung nur diese 10 Zeilen zu Papier gebracht hat. Aber naja…unser Programm für heute besteht aus einer Rollertour in den Süden der Provinz Chiang Rai zum Weißen Tempel. Der Hin- oder Rückweg soll uns zu heißen Quellen und weiteren Sehenswürdigkeiten für „bloody tourists“ führen. Mal schauen, wie weit wir kommen.

Heute (15.02.2017) finde ich die Zeit den angefangenen Beitrag zu komplettieren. Zurück zum gestrigen Tag, Dienstag, den 14.02.2017.   Dank unserer Roller sind wir sehr flexibel und können die Provinz Chiang Rai in Nordth(e)hailand im Umkreis von ca. 80km erkunden. Orte, an denen sich die Touristen wie Sardinenschwärme tummeln versuchen wir zu vermeiden, aber gelegentlich trifft man dennoch auf eine Gruppe Mickey Mouse -T-Shirt tragender Japaner, die sich mit einem Peace-Zeichen der rechten und Sonnenschirm in der linken Hand von ihrem Selfiestick ablichten lassen. So haben wir uns gegen 10 Uhr zu Björn aufgemacht und ein paar organisatorische Unanehmlichkeiten, Dollar für das laotische Visum an der 3. angefahrenen Bank getauscht, und Passphotos in einem hochprofessionellen Photostudio schießen lassen.

„Endlich mal ein professionelles Shooting“ (Mirko)

Photo Passphotos

Im Anschluss fuhren wir in den im Süd-Westen gelegenen Wat Ron Khun, einer hinduistisch-buddistisch Tempelanlage, der unter den Touristen und in Werbebroschüren als White Temple bekannt ist.  Wie zu erwarten hatten wir nicht als Einzige die Idee diese Anlage auf der SD Karte unserer Kamera festzuhalten. Also strömten wir mit allen anderen Touristen über die Anlage und betrachteten den Wat Ron Khun von allen Seiten. Das Innere des Tempels darf nur ohne Schuhe betreten werden. Daher erhielt jeder eine Plastiktüte für seine Flip Flops und stopfte jene für ca. 2 Minuten, so lange dauerte eine ausgiebige Besichtung nämlich nur, in seine Tüte.  Am Ausgang wurden die Tüten in einen großen Behälter geworfen und, so hoffen wir, nicht auf thailändische Art, entsorgt. Anscheindend machen sich hier die wenigsten Menschen Gedanken um Nachhaltigkeit, da gefühlt jede Plastiktütem in eine separate Plastiktüte gepackt wird…Nach 2h ging es weiter gen Nord-Westen zum Singha Park.

Bereits auf der Straße war das Verkehrsaufkommen gestiegen und die Plakate mit der Aufschrift „Balloon-Festival“ versprachen tausende Besucher, wir mitten drin. Roller waren geparkt, der Shuttle Service mit einem XXL-Golfkart für uns zunächst uninteressant, da wir unser Sitzfleisch in den letzten Tagen auf den Rollern gut trainiert hatten und froh über ein paar Gehminuten waren. Nach 3 Gehminuten war der Enthusiasmus schon wieder verflogen, da wir am Horizont ein Häuschen erpsähten, zu dem sich der Autostrom hinzubewegen schien.  „Ich frag mal, ob uns einer der Pick-Ups hier mitnehmen kann“,  schlug Schorsch plötzlich vor und prompt saßen wir mit der ganzen Truppe auf der Ladefläche.  Danke, Schorsch;). Oben angekommen gab’s Kaffee und wir überlegten, weshalb wir die Tour zum Sengha Park angetreten hatten.  Es hatte geheißen, es gibt hier heimische Tiere, also Zebras und Gieraffen. Bisher erstreckten sich um das Haus nur Tee und Blumnenfelder. Doch Mirko erkannte tatsächlich in der untergehenden Sonne langhalsige Silhouetten und Esel, die schwarz weiß angestrichen worden sind und für Zebras verkauft wurden:D

Der Hunger trieb uns, ehrlich gesagt treibt uns der Hunger den ganzen Tag:D, zum Aufbruch zur Organic Farm am Schwarzen Haus. Zwei Tage zuvor hatten wir der Besitzerin verspochen wiederzukommen und so schlugen wir um 18 Uhr bei Dämmerung bei ihr auf. Sie freute sich, uns zu sehen und überlies uns á la carte zu bestellen oder uns überraschen zu lassen. So fragte sie nach Allergien oder Lebensmitteln, die wir nicht mögen, aber da wir eine große Biotonne sind, essen wir alles. Mit einer Ausnahme: too spicy:) Bei Hefeteilchen (Bier) und anderen Kaltgetränken ließen wir den Abend Revue passieren, stellten wiederholt fest, dass uns die Toursitenaufläufe stressen, und fielen fast von den Stühlen, als unser Abendessen eintraf.

Photos abendessen Organic Farm (folgen)

Wir versuchten ein Lieblingsgericht festzulegen, drehten uns aber immer wieder im Kreis und gaben uns geschlagen mit der Aussage: Sind wir schon im Paradies? Zu guter Letzt, bekamen wir einen köstlichen Nachtisch, der den Tag abrundete.

Photos Nachtisch (folgen)

An diesem Abend haben wir für 19€ mit 6 Personen das bisher leckerste Essen auf unserer Reise gegessen.

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